Reaktion auf die Entwicklung der Tabaksteuer
Grüne für höhere Steuer auf Tabakfeinschnitt

Angesichts der wegbrechenden Einnahmen aus der Tabaksteuer haben sich die Grünen für eine Erhöhung der Steuer auf Tabakfeinschnitt ausgesprochen. Zugleich wiesen sie Forderungen der Tabakbranche und der Gewerkschaft Nahrung, Genuss, Gaststätten zurück, auf weitere Tabaksteuererhöhungen zu verzichten.

BERLIN. Als Reaktion auf die Entwicklung der Tabaksteuer gebe es nicht nur eine Stellschraube, erklärte die Vorsitzende der Bundestagsfraktion der Grünen, Krista Sager, dem Handelsblatt (Freitagausgabe). "Zum Teil weichen die Raucher auf Feinschnitt aus, dessen Steuersatz deutlich niedriger liegt. Daher müssen wir eher über eine Anpassung der Steuern für Feinschnitt nachdenken, als beschlossene Erhöhungen zurück zu nehmen", sagte Sager.

Die Grünen-Politikerin kündigte auch "massiven Widerstand" gegen die Versuche der Tabakindustrie an, "auf die beschlossenen Erhöhungen der Tabaksteuer einzuwirken." Es gebe starke Argumente, am eingeschlagenen Kurs festzuhalten. So sei der Anteil der Kinder, die anfangen zu rauchen, seit der letzten Steuererhöhung im März gesunken.

Im zweiten Quartal dieses Jahres ging nach Daten des statistischen Bundesamts der Absatz mit in Deutschland versteuerten Fertigzigaretten um rund ein Viertel gegenüber dem gleichen Vorjahreszeitraum zurück. Zugleich stieg die verkaufte Menge an Feinschnitttabak, der zum Selbstdrehen von Zigaretten eingesetzt wird, um ein Fünftel.

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