Reaktion auf die Schröder-Reformen
Historischer Mitgliederschwund bei der SPD

Aus der SPD sind im letzten Jahr so viele Mitglieder ausgetreten wie seit 50 Jahren nicht mehr. Zwei Landesverbände sind am stärksten betroffen.

HB BERLIN. Die SPD hat im vergangenen Jahr über 43.000 Mitglieder verloren. Binnen zwölf Monaten schrumpfte die Partei um 6,21 Prozent auf nunmehr 650.798 Mitglieder, bestätigte ein Parteisprecher am Samstag einen Bericht des «Spiegel».

Der Schwund ist demnach so groß wie seit mehr als 50 Jahren nicht mehr. Die SPD habe damit nur noch so viele Mitglieder wie 1963 in Westdeutschland allein, schreibt das Magazin.

Am heftigsten hätten die Genossen in den eher traditionsorientierten Landesverbänden Saarland und Nordrhein-Westfalen auf die Reformpolitik von Bundeskanzler Gerhard Schröder reagiert, hieß es. Dort waren demnach die meisten Austritte zu verzeichnen. Überdies habe kein Landesverband oder Bezirk zulegen können.

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