Reaktion auf geplante Lieferung von Radpanzern an den Irak
Oppositionspolitiker: „Fuchs“-Panzer an Israel liefern

Oppositionspolitiker fordern, Israel mit Radpanzern zu versorgen. Sie reagieren damit auf den Beschluss der Bundesregierung, 20 Transportpanzer des Typs "Fuchs" an den Irak zu liefern.

HB BERLIN. Der verteidigungspolitische Sprecher der Unionsfraktion, Christian Schmidt (CSU), sagte der „Bild“-Zeitung vom Donnerstag: „Die Entscheidung geht völlig in Ordnung. Aber wir fordern Gleichbehandlung. Auch Israel muss Füchse bekommen.“ Der FDP-Verteidigungsexperte Günther Nolting äußerte sich ähnlich: „Wenn wir dem Irak helfen, sollten wir das auch bei Israel tun - schließlich haben wir für das Land eine besondere Verantwortung.“

Kritik an der Entscheidung der Bundesregierung kam indes von der scheidenden Grünen-Chefin Angelika Beer. Sie sagte der „Berliner Zeitung“, die Lieferung sei ein „Zeichen der Hilflosigkeit“. „Es macht keinen Sinn, Rüstungsgüter in ein Land zu exportieren, in dem zurzeit alles aus dem Ruder läuft“, sagte Beer.

Die Nato hatte nach heftigem Streit grundsätzlich beschlossen, den Irak beim Wiederaufbau zu unterstützen. Vor allem Deutschland und Frankreich hatten eine sichtbare Rolle der Nato abgelehnt, da diese im Irak als Teil der US-Besatzung wahrgenommen und angreifbar würde.

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