Reaktion auf Handelsblatt-Umfrage
Bulmahn nimmt Länder in die Pflicht

Bundesbildungsministerin Edelgard Bulmahn (SPD) hat die Länder aufgefordert, endlich die Reform des Besoldungsrechts von 2001 umzusetzen. Danach „könnte schon heute erheblich mehr Wettbewerb unter deutschen Professoren herrschen“, nahm sie eine Forderung der Studenten auf, die in einer Umfrage für das Handelsblatt mehr Leistungswettbewerb unter ihren Dozenten gefordert hatten.

HB BERLIN. Bulmahn wirft den Ländern nicht nur bei der Bezahlung vor, möglichen Wettbewerb zu verhindern – auch bei der freien Auswahl der Studenten könnten die Unis heute schon viel weiter sein, wenn die Länder es erlaubten, kritisierte sie im Gespräch mit dem Handelsblatt.

Leistungszulagen nach dem neuen Besoldungsrecht hätten bislang nur Bremen, Niedersachsen und Rheinland-Pfalz eingeführt. Daher solle etwa Bayerns Ministerpräsident Edmund Stoiber (CSU) „schlicht die Reform des Bundes umsetzen, statt leistungsgerechte Bezahlung einzufordern“, empfahl Bulmahn. Mit der Reform fallen die Alterszuschläge, die am Ende der Laufbahn rund doppelt so hoch sind wie am Anfang, weg und können durch Leistungszuschläge ersetzt werden. Das könne gerade angesichts des anstehenden Generationswechsels bei den Professoren schnell Wirkung zeigen, ist Bulmahn überzeugt.

Gegen eine Abschaffung der ZVS, die die Studenten in der Umfrage einforderten, hat auch Bulmahn nichts. Folgen müsse aber auf jeden Fall eine einheitliche Lösung. „Leider haben aber die Länder keine einheitliche Vorstellung davon, wie sie den Hochschulzugang regeln wollen“, sagte sie mit Blick auf einen Gesetzesvorstoß des Bundesrats, der derzeit im Bundestag liegt. Danach sollen Unis entweder 25 oder 50 Prozent der Studenten auswählen.

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