Reaktion auf S&P-Analyse
SPD warnt Union vor Annäherung an die AfD

Eine AfD-Analyse der US-Ratingagentur S&P hat die SPD aufgeschreckt. Sie befürchtet, die Union könnte versuchen, Positionen der eurokritischen Partei zu übernehmen, um deren Wähler an sich zu binden.
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BerlinDie SPD hat die Union davor gewarnt, auf den Aufstieg der Alternative für Deutschland (AfD) mit einer europapolitischen Korrektur zu reagieren. „Für die SPD wäre es nicht tolerabel, wenn sich die CDU/CSU aus wahltaktischen Gründen den unverantwortlichen europapolitischen Positionen der AfD annähern würde“, sagte der Finanzexperte der SPD-Bundestagsfraktion, Joachim Poß, dem Handelsblatt (Online-Ausgabe).

Hinter Poß‘ Warnung steht die Befürchtung, die Union könnte sich aufgrund einer Analyse der Ratingagentur Standard & Poor's (S&P), die sich kritisch mit der erstarkten AfD auseinandersetzt, gezwungen sehen, durch eine härtere europapolitische Regierungslinie Wähler zurückzugewinnen. „Die Aufgabe der Bundesregierung und der Großen Koalition ist es, dem blanken Populismus der AfD gemeinsam entschieden entgegenzutreten“, sagte das SPD-Bundesvorstandsmitglied. „Die Bundesregierung muss auch weiterhin einen Beitrag zur Stabilisierung des Euroraumes leisten.“

Der Grünen-Finanzexperte zeigte sich verwundert über S&P. „Mir ist neu, dass politische Analyse das besondere Kompetenzfeld von Ratingagenturen ist“, sagte Schick dem Handelsblatt (Online-Ausgabe). „Unabhängig davon ist es dringend nötig, dass die Bundesregierung in der europäischen Wirtschaftspolitik endlich von der Bremse geht und den Weg für zusätzliche Investitionen in Deutschland und Europa freimacht.“

Wenig überrascht über den Erfolg der AfD gab sich deren Vorsitzender Konrad Adam. „Wir genießen Kredit. Was den Altparteien verloren geht, kommt uns zugute“, sagte Adam dem Handelsblatt (Online-Ausgabe). „Die Wähler schenken uns das Vertrauen, das sie zu den Regierenden, zu Bankern und zu Volksvertretern nicht mehr haben.“

Umfragen zufolge liegt die AfD mittlerweile bei bundesweit zehn Prozent der Wählerstimmen. Die rechtskonservative Partei legte im Vergleich zur vergangenen Woche noch einmal um drei Prozentpunkte zu, wie aus einer am Dienstag veröffentlichten Befragung des Meinungsforschungsinstituts Forsa im Auftrag des Magazins „Stern“ und des Fernsehsenders RTL hervorgeht.

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  • Das die SPD Angst hat, ist doch klar. Sie muss ja zurecht befürchten das sie zumindest in einigen ostdeutschen Bundesländern bei den nächsten Landtagswahlen hinter die AfD zurückfallen.

  • "Sie können eine Armee aufhalten, nicht aber eine Idee, deren Zeit gekommen ist."

    Dieser Satz wird Victor Hugo zugeschrieben.

    Und die Zeit der AfD und ihrer Idee von der Wichtigkeit der Bürgeranliegen und Volksabstimmungen ist gekommen. Wie es weitergehen wird, kann folglich jeder ermessen.

  • Lieber Herr Poß,

    Ihre eigene Partei geht stetig den verhängnisvollen Weg, die der FDP, Verlust an Glaubwürdigkeit und Vertrauen !!!

    Mit ca. 17 % Wählern bei der BT-Wahl 2013, da sind Nichtwähler berücksichtigt, ist die SPD keine Volkspartei mehr !

    Ich glaube, die CDU hat n o c h ein größeres Potenzial an Wählern, als die SPD !

    Also, Ihre Partei läuft Gefahr, eine Randpartei zu werden, oder schlimmeres !

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