Reaktion auf VW-Affäre
Lafontaines eigenwilliges Mitbestimmungs-Rezept

Ex-SPD-Chef Oskar Lafontaine hat vorgeschlagen, die Mitbestimmung von Arbeitnehmern in Unternehmen auszuweiten, um Fehlentwicklungen wie beim Volkswagen-Konzern einen Riegel vorzuschieben.

HB BERLIN. Lafontaine sagte der "Rheinischen Post", für wichtige Unternehmensentscheidungen sollte die Mitbestimmung um Belegschaftsabstimmungen erweitert werden. Dies würde verhindern, dass die Chefetage die Arbeitnehmervertreter besticht. Wörtlich sagte Lafontaine: "Einzelne Vertreter der Belegschaft kann man korrumpieren. Die ganze Belegschaft nicht."

Bei Volkswagen besteht der Verdacht, dass sich der Konzernvorstand das Wohlwollen einzelner Betriebsräte durch das Bezahlen von luxuriösen Reisen erkauft hat. So soll der Vorstand teure Trips nach Hongkong oder Brasilien per Firmenjet genehmigt haben. Dabei soll das Unternehmen sogar Prostituierte bezahlt haben. Im Gegenzug sollen Betriebsräte bereit gewesen, bei strittigen Entscheidungen auf Vorstandslinie zu argumentieren.

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