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Reaktion: Bundesbank geht Sarrazin hart an

Die Bundesbank nimmt sich ihr Vorstandsmitglied Thilo Sarrazin zur Brust. Dessen Äußerungen zu Migranten und Juden seien diskriminierend und fügten dem Institut Schaden zu, erklärte die Zentralbank nach einer Vorstandssitzung. Einen Antrag auf Abwahl stellte das Gremium nicht – Sarrazin ist deshalb aber noch lange nicht über den Berg.

Sarrazin darf vorerst im Amt bleiben. Quelle: dpa
Sarrazin darf vorerst im Amt bleiben. Quelle: dpa

HB FRANKFURT. Gnadenfrist für Thilo Sarrazin als Vorstandsmitglied der Deutschen Bundesbank: Trotz erheblichen Drucks aus der Politik hat der Vorstand am Montag in einer Krisensitzung darauf verzichtet, beim Bundespräsidenten die Abberufung des 65 Jahre alten SPD-Politikers zu beantragen.

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Der Vorstand stellte in Abwesenheit Sarrazins fest, dass dieser mit seinen Äußerungen dem Ansehen der Bundesbank Schaden zugefügt habe. Das Leitungsgremium unter Vorsitz von Präsident Axel Weber distanzierte sich von den „diskriminierenden Äußerungen“ (die Mitteilung im Wortlaut lesen Sie hier).

Der Vorstand verwies auf den Verhaltenskodex für Vorstandsmitglieder der Deutschen Bundesbank, die das Ansehen der Institution erhalten und fördern müssten. Mit seinen „abwertenden Äußerungen“ missachte Sarrazin „fortlaufend und in zunehmend schwerwiegendem Maße“ seine Verpflichtung gegenüber der Bundesbank.

„Grundsätzliche und weitreichende Verfehlungen“ sind die Voraussetzung für die Abberufung eines Vorstandsmitglieds. Der Begriff ist allerdings nicht genau definiert. Dazu gehören sicher Straftaten und Verstöße gegen den Ethik-Kodex der Bundesbank.

Mit Sarrazin, der am Montag in Berlin sein Buch „Deutschland schafft sich ab“ vorstellte, solle unverzüglich ein Gespräch geführt werden, kündigte die Bundesbank an. Es werde zeitnah über weitere Schritte entschieden. Die nächste reguläre Vorstandssitzung der Notenbank ist für Mittwoch geplant. Sarrazins Amtszeit begann im Mai 2009 und endet regulär im Jahr 2014. Er hat im vergangenen Jahr für acht Monate Vorstandstätigkeit rund 155 000 Euro erhalten.

„Die Bundesbank ist eine Institution, in der Diskriminierung keinen Platz hat“, stellte der Vorstand klar. Die abwertenden Äußerungen Sarrazins stellten auch den Betriebsfrieden infrage, zumal zahlreiche Mitarbeiter einen Migrationshintergrund hätten.

  • 02.09.2010, 23:53 UhrPeter-B. Pahlke

    Nicht nur Sarrazin hat recht, sonden auch Udo Ulfkotte, Kerstin Heisig und viele andere. Unsere Politiker-die wir zwar gewählt haben- die sich mittlerweile von Gottes Gnaden im Amt wähnen, ist noch nichts aufgefallen. iQ- Defiziet, black-box, Geistesarmut?

  • 02.09.2010, 11:46 UhrErnst Burger

    Klar hat Herr Sarrazin recht. Er zeigt sachlich Fakten da. Überzeichnet wird das wie oft von der Presse. Es ist schade, dass nur "Reisser" gedruckt werden. Schlimm ist Frau Regina Krieger,weil Sie nicht rechnen kann un dadurch am Thema vorbeiredet.
    Anders kann ich mir nicht erklären, dass Sie über 40 % höhere Geburtenraten bei türkischen Frauen, als
    fast gleich mit deutschen Frauen setzt. Wir müssen offen diskutieren und auch Leute ausschließen die sich nicht integrieren wollen. Sonst bekommen wir auch Verhältnisse, wie sie Frankreich mit den Nordafrikanern hat. Jeder der in Deutschland lebt muss ein Mindestmaß an Deutschkenntnissen erwerben.
    Jeder der eine Straftat begeht hat mit Ausweisung zu rechnen. in den USA , die Herr Creutzburg so vorbildlich schildert kommen die Einwanderer ohne Englisch auch nicht weit. Die Messlatte für Zuwanderer muss höher gelegt werden, sonst bekommen wir nur bildungsschwache "Sozialfretter" nach Deutschland. Wir brauchen Leute die sich integrieren
    wollen und leistungbereit sind.

    Ernst burger

  • 31.08.2010, 17:37 UhrPeter-B.Pahlke

    Sarrazin hat recht. P.

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