Reaktionen aus der Wirtschaft
Stimmen zur Koalitionsentscheidung

Zahlreiche Wirtschaftsvertreter haben sich zur Koalitionsentscheidung geäußert. Die Stimmen im einzelnen:

HB BERLIN. Zahlreiche Wirtschaftsvertreter haben sich zur Koalitionsentscheidung geäußert. Die Stimmen im einzelnen:

Klaus Zimmermann, Präsident des Deutschen Instituts für Wirtschaftsforschund (DIW):

"Das sieht auf den ersten Blick sehr sozialdemokratisch aus. Von Unionsseite sollen sowohl Stoiber als auch Seehofer im Kabinett sein - da ist die Union sehr stark auf die SPD zu gegangen. Diese Richtung entspricht auch den zunächst bekannt gewordenen Inhalten - etwa ein Bekenntnis zur Tarifautonomie und zum Erhalt der Nacht- und Feiertagszuschläge. Wenn es stimmt, dass die Lohnnebenkosten erst bis 2010 um zwei Prozentpunkte sinken sollen, wäre das grandios wenig. Auch bei den Personalien sehe ich nichts überraschend Frisches.

Insgesamt spricht das nicht für den erhofften Aufbruch in der Wirtschafts- und Reformpolitik. Den kann man weder an bislang bekannten Personalien noch an den Inhalten festmachen. Meine erste Reaktion ist deshalb eine verhaltene Enttäuschung. Ich sehe insgesamt die Gefahr, dass ökonomische Sachzwänge - die oft als "neoliberale Positionen" gebrandmarkt werden - noch stärker in den Hintergrund rücken als in der alten Regierung.

Ich halte es für einen Fehler, die Bereiche Wirtschaft und Arbeit wieder zu trennen. Arbeit ist die zentrale Aufgabe der neuen Regierung. Damit besteht die Gefahr, dass der Bereich Arbeit aus dem wirtschaftlichen Zusammenhang herausgenommen wird. Stoiber wollte sich offenbar die Problembereiche vom Leib halten."

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