Rechenfehler im Bildungsministerium
Fehlender Lehrling könnte 500.000 Euro kosten

Große Unternehmen könnten für jeden fehlenden Lehrling künftig riesige Summen bezahlen müssen. Grund für die Höhe der Abgabe ist offenbar ein Rechenfehler.

HB BERLIN. Der Deutsche Industrie- und Handelskammertag (DIHK) hat auf seiner Internetseite einen Rechner installiert, mit dem man die Ausbildungsplatzabgabe berechnen kann, die Unternehmen künftig bezahlen müssen, wenn sie ihr Ausbildungssoll von sieben Prozent der Belegschaft nicht erfüllen.

Die Summe steigt mit der Größe des Unternehmens. Kostet ein fehlender Lehrling bei einem Betrieb mit 100 Beschäftigten 4551 Euro, sind es bei 1000 Mitarbeitern schon 9671 Euro. Bei Betrieben mit 100.000 Mitarbeitern müssten jedoch 572.836 Euro für jeden fehlenden Lehrling bezahlt werden.

Wie das Magazin «Spiegel» berichtet, handelt es sich bei dieser enormen Summe jedoch um einen Rechenfehler des zuständigen Bundesbildungsministeriums. Bei der komplizierten Berechnung habe man eine Zahl abgerundet, statt sie mit mehreren Stellen hinter dem Komma anzugeben.

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