Dass Gewerkschafter der AfD zuneigen, hat die Bundestagswahl gezeigt. Nun dringen die Rechten auch in Betriebsräte vor. Das alarmiert die Politik.

Kommentare

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  • Herr Ulli Zedler,

    Sie irren – das ist die Methode „Neuerer“. Die funktioniert wie folgt:

    Immer eine reißerische suggestive Schlagzeile als Überschrift. Es folgen ausgewählte „Expertenmeinungen“ – zuerst die gegen die AfD gerichteten Behauptungen. Zum Artikelende kommen dann zum „Ausgleich“ realistische Meinungen.

    Eine eigene Meinung vermeidet Herr Neuerer üblicherweise. Er arbeitet mehr als Choreograph.

    Man kann sich dann nur an zitierten haarsträubenden „Meinungen“ reiben. Wie z. B.:

    „Ob solche politischen Maßnahmen ein wirksames Mittel sein können, um selbsternannte rechte Arbeiterführer zurückzudrängen?“

    Ordnungsgemäß gewählte Arbeitnehmervertreter werden hier ganz einfach zu „selbsternannten Arbeiterführern“ diskreditiert – als ob die nicht gewählt wären. Hauptsache ist - keiner merkt was.

    Und überhaupt – Andersdenkende sind für Leute wie Herr Neuerer und seine bevorzugten „Experten“ immer Rechte. Weil Herr Neuerer und seine „Experten“ immer recht haben und Andersdenkende nicht in ihr Weltbild passen.

  • @Zedler
    "Antisemitismus ist für die AfD ebenfalls Thema, und zwar in der Form das dieser strikt abgelehnt wird, und die AfD entsetzt ist über wieder zunehmenden, auch gewalttätigen Antisemitismus hier in unserem Land".

    Schade, dass das die Pogenburgs, Höckes und Co noch nicht mitbekommen haben...

  • Hier wird wieder alles in eine Topf geschmissen und umgerührt.

    Was sollen solche Behauptungen wie man müsse "Demokratie stärken" oder sich gegen "Antisemistismus wenden" und das im gleichen Atemzug mit der AfD?

    Die AfD ist eine demokratische Partei, hält das Prinzip der Demokratie sehr, sehr hoch, fordert mehr Demokratie und Volksentscheide nach Schweizer Vorbild (also nach dem Vorbild einer über 500 Jahre alten Demokratie). Sie hebt sich damit positiv in Sachen Demokratie ab von den Altparteien.
    Antisemitismus ist für die AfD ebenfalls Thema, und zwar in der Form das dieser strikt abgelehnt wird, und die AfD entsetzt ist über wieder zunehmenden, auch gewalttätigen Antisemitismus hier in unserem Land, den es strikt zu bekämpfen gilt.

    Besonders absurd aber ist der Vorhalt, angeblich sei die AfD schädlich für den Betriebsfrieden, weil sie "gegen Ausländer" sei. Was ist denn das für ein Unsinn? Überdurchschnittlich viele Ausländer, die hier gut integriert leben, arbeiten und ihre Rechnungen selbst bezahlen, wählen AfD. Weil sie entsetzt darüber sind wie unsere Regierung mit unkontrollierter Massenzuwanderung unqualifizierter und kulturfremder Personen Ausländerfeindlichkeit in diesem Land schürt und antreibt, was für alle die Millionen gut intergrierten Ausländer hierzulande eine unmittelbare Bedrohung ist. Gewerkschaften müsste sich eigentlich ganz vorne gegen solche illegale und schädliche Zuwanderung wehren, aber an diesem Punkt versagen sie. Deshalb haben AfD-nahe Betriebsratslisten immer größeren Erfolg. So ist die Lage, nüchtern betrachtet. Und da ist auch gut so.

  • Sehr geehrter Herr Neuerer,

    ich bin wahrlich kein Anhänger der AfD. Im Gegenteil. Das weitere Erstarken dieser Partei zu stoppen, halte ich für die wichtigste politische Aufgabe.

    Strittig ist nur das wie. Mit dummen Schlagworten die Partei in eine Schmuddelecke stellen zu wollen, halte ich nicht für erfolgversprechend. Gefordert ist vielmehr eine "politische Auseinandersetzung". Das bedeutet, dass mit Argumenten gefochten wird. Dass man mit Argumenten versucht, die Bevölkerung von der Richtigkeit des eigenen Standpunktes zu überzeugen.

    Sie haben sicher gemerkt, dass ich nicht von der Verteilung sozialer Wohltaten spreche. Damit werden Sie den Siegeszug der AfD nicht aufhalten. Was wir stattdessen brauchen, sind Argumente, die überzeugen.

    Nehmen Sie als Beispiel einmal das Thema Zuwanderung von Asylanten. Die Debatte in den beiden Volksparteien und den Inhalt des Koalitionsvertrages brauche ich sicher nicht zu schildern. Aber dann gibt es noch einen Herrn Neuerer. Der schreibt in seinem Artikel, große Konzerne und mittelständische Firmen seien auf Zuwanderung angewiesen, um am Markt erfolgreich zu sein.

    Damit sind wir wieder beim Thema "Kraft der Argumente" und "Menschen überzeugen". Wenn Sie die Zuwanderung indischer Software-Ingenieure erleichtern wollen, so schreiben Sie dies bitte. Das wird jeder verstehen. Vor allem wenn Sie hinzufügen, dass Sie mit der geforderten Zuwanderung nicht etwa Millionen von Kameltreibern und Ziegenhirten meinen.

  • Wen wundert es das angesichts katatstrophaler Politik in Berlin und Brüssel sowie selbstherrlicher IG Metall Funktionäre die immer härter arbeitende Bevölkerungsschicht neue Wege aus ihrer von Staat, Beamten und Gewerkschaften erzwunngenden Lage

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