Rechtsanspruch
Kaum Klagen auf einen Kita-Platz

Seit rund einem Monat gilt der Rechtsanspruch auf einen Kindergartenplatz. Doch laut Städtetag klagen den nur wenige Eltern ein. Und trotzdem reiche der Kita-Ausbau noch nicht aus.
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BerlinDie Einführung des Rechtsanspruchs auf einen Kindergartenplatz hat nach Angaben des Städtetages bislang kaum zu Klagen geführt. „Ich schätze, es gibt bundesweit bisher nicht mehr als 50 Klagen“, sagte der Hauptgeschäftsführer des Deutschen Städte- und Gemeindebundes, Gerd Landsberg, der „Bild“-Zeitung (Freitag).

Die von vielen befürchtete Klagewelle sei ausgeblieben. Landsberg warnte zugleich davor, beim Kitaplatz-Ausbau nachzulassen: „Wir brauchen noch mehr Plätze. Der Wunsch von Eltern, Kinder schon früh betreuen zu lassen, wird weiter zunehmen.“ Der Rechtsanspruch auf einen Kita-Platz für ein- und zweijährige Kinder war am 1. August bundesweit in Kraft getreten.

Am Donnerstag sagte SPD-Kanzlerkandidat Peer Steinbrück in der Vorstellung seines 100-Tage-Programms, dass er nach der erfolgreichen Wahl das umstrittene Betreuungsgeld wieder abschaffen will und die frei werdenden Mittel zur Hälfte in rund 200.000 zusätzliche Kita-Plätze investieren. Die andere Hälfte soll zur Verbesserung der frühkindlichen Bildung eingesetzt werden. Zudem soll es ein Programm für mehr Ganztagesschulen geben.

dpa 
dpa Deutsche Presse-Agentur GmbH / Nachrichtenagentur

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