Rechtsextremismus
Tausende Dresdner verhindern Nazi-Aufmarsch

Tausende Dresdner haben der Zerstörung der Stadt im Zweiten Weltkrieg gedacht. Zugleich blockierten sie Straßen und Plätze und verhinderten auf diese Weise einen Aufmarsch von Neonazis.
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DresdenTausende Menschen haben in Dresden der Zerstörung der Stadt im Zweiten Weltkrieg gedacht und einen Neonazi-Aufmarsch verhindert. Bei klirrender Kälte blockierten sie bis in die Nacht zu Donnerstag hinein Straßen und Plätze und machten so den von Rechtsextremisten geplanten Aufzug unmöglich. Politiker und Organisatoren der Proteste werteten die Aktionen am Donnerstag als Erfolg. „Der Tag war ein Erfolg für Dresden und die Bürger dieser Stadt“, sagte Sachsens Innenminister Markus Ulbig (CDU). Das Bündnis „Dresden Nazifrei“ erklärte: „Wir haben viel mehr erreicht als im Vorfeld erwartet.“

Nach Schätzung der Organisatoren beteiligten sich zwischen 4000 und 4500 Bürger an den Demonstrationen. Etwa 2000 Menschen hätten aktiv die Marschroute von rund 800 Nazis blockiert. Die Polizei sprach von 3000 Gegendemonstranten und etwa 670 Rechtsextremisten.

Bei Auseinandersetzungen wurden insgesamt sechs Polizisten verletzt. Zwei Beamte mussten ins Krankenhaus gebracht werden, nachdem Vermummte mit Zaunlatten auf sie eingeschlagen hatten. Die Polizei nahm fünf Männer zwischen 21 und 29 Jahren fest. Sie hatten unter anderem Absperrungen durchbrochen, Flaschen geworfen oder gegen das Versammlungsgesetz verstoßen.

Agentur
dpa 
dpa Deutsche Presse-Agentur GmbH / Nachrichtenagentur

Kommentare zu " Rechtsextremismus: Tausende Dresdner verhindern Nazi-Aufmarsch"

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  • Beitrag von der Redaktion gelöscht. Bitte bleiben Sie sachlich.

  • Zitat:" Ich kann es nicht rechtfertigen, wenn ich einen Mord begehe, dass andere dies auch irgendwann getan haben. So funktioniert das nicht."

    Haben sie denn einen Mord begangen?

    Napoleon hat eine ganze Generation in Europa ausgelöscht und wird dafür in Frankreich gefeiert. Von Geschichte haben sie keine Ahnung. Von Physik auch nicht. Wer wegen eines Kinnhakens 10 Meter weit fliegt ist verblödet.

    Bei ihnen hat die Gehirnwäsche gut funktioniert. Sie merken noch nicht mal, dass der Rest der Welt sie für dumm hält. Die Eroberungskriege der NATO+Partner halten an und sie unterstützen diese Kriege und wollen was gelernt haben?

  • Achja, der Skinhead war natürlich im Rudel, alleine hätte er sich das nicht getraut, weil stark sind sie ja nur im Rudel und besoffen. Nüchtern wird das schon viel schwieriger. Und etwas sinnvolles, das ist auch schwierig.

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