Reform der Alterssicherungssysteme
CSU mit eigenem Rentenkonzept

Die CSU erarbeitet nach einem Zeitungsbericht ein eigenes Rentenkonzept. Der „Münchner Merkur“ berichtet in seiner Donnerstagausgabe, die Partei wolle ihre Pläne im Herbst vorstellen.

Reuters BERLIN. Der CSU-Vorsitzende und bayerische Ministerpräsident Edmund Stoiber persönlich habe die Federführung übernommen. Die Zeitung bewertete den Vorgang als pikant, weil die CDU bereits eine von Alt-Bundespräsident Roman Herzog geleitete Kommission zur Reform des Rentensystems eingesetzt hat. Die Entscheidung der Bayern, ein eigenes Konzept zu erarbeiten, sei erst am Dienstag gefallen. Eine Bestätigung des Berichts war am Mittwochabend zunächst nicht zu erhalten.

Die von der Bundesregierung eingesetzte Rürup-Kommission zur Reform der Alterssicherungssysteme stellt am Donnerstag in Berlin ihre Arbeitsergebnisse vor. Die bereits in weiten Teilen bekannten Vorschläge sehen von 2011 bis 2035 eine schrittweise Erhöhung des Rentenalters von 65 auf 67 Jahre vor. Die jährliche Rentenerhöhung soll künftig geringer ausfallen, da die Berechnungsformel um einen demographischen Faktor ergänzt wird.

Der CSU-Sozialexperte Horst Seehofer kritisierte im „Münchner Merkur“ die Arbeit der Rürup-Kommission. Deren Ergebnisse zeigten, „dass die Regierung vor einem Trümmerhaufen in der Rentenpolitik steht“. Die Zukunft des Rentensystems dürften nicht Wissenschaftler, sondern nur Politiker festlegen.

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