Reform des Gesundheitssystems
Union: Mehr Wahlfreiheit für gesetzlich Versicherte

Der CDU-Arbeitnehmerflügelt fordert mehr Wahlfreiheit für gesetzlich Versicherte. Demnach sollen Patienten der gesetzlichen Krankenkassen künftig selbst über das Leistungsangebot entscheiden können.

HB BERLIN. Der Vorsitzende der Christlich- Demokratischen Arbeitnehmerschaft, Hermann Josef Arentz, fordert in der „Berliner Zeitung“ (Montagausgabe) Öffnungsklauseln für die Kassen. „Wir müssen wegkommen vom 0815-Versicherungsangebot in der gesetzlichen Krankenversicherung.“

Arentz begrüßte, dass mehrere gesetzliche Kassen entschieden haben, ihren Versicherten die Praxisgebühr zu erlassen, wenn sie zuerst zum Hausarzt gehen. Er zeigte sich auch überzeugt, dass die übrigen Versicherungen unter dem Wettbewerbsdruck nachziehen werden. Es seien aber auch andere Wahlmöglichkeiten vorstellbar und wünschenswert: So sei vorstellbar, dass Versicherte einen Zuschlag zu ihrem Beitrag zahlten, um auch naturheilkundliche Behandlungen erstattet zu bekommen. Beitragsrabatte könnte es geben, wenn sich Versicherte verpflichteten, bestimmte Vorsorgemaßnahmen zu ergreifen oder wenn sie nur Medikamente von einer Positivliste ihrer Kasse in Anspruch nähmen. „Die Tatsache, dass wir den Maßanzug in der Krankenversicherung nur als ein Privileg der privat Versicherten haben, aber die 90 Prozent der Menschen, die gesetzlich Versichert sind, nur den Anzug von der Stange kriegen, passt einfach nicht mehr in die Zeit“, sagte Arentz.

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