Reform für 2017 geplant
Jährliche Steuererklärung soll einfacher werden

Viele Steuererklärungen ändern sich von Jahr zu Jahr kaum. Eine vollautomatisch bearbeitete Erklärung wäre prinzipiell möglich. Die Bundesländer wollen den Prozess vereinfachen, eine Reform soll 2017 in Kraft treten.
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BerlinDie jährliche Steuererklärung soll für Bürger und Finanzämter einfacher werden. Unter anderem soll künftig im Normalfall auf die Einreichung von Belegen beim Finanzamt verzichtet werden. Außerdem einigten sich die Finanzminister von Bund und Ländern am Freitag bei ihrer Jahrestagung auf dem Hambacher Schloss auf eine Erweiterung der vorausgefüllten Steuererklärung: Die Bürger müssten dann nur noch dem Vorschlag des Fiskus zustimmen und hätten damit die lästige Pflicht zur Steuererklärung erledigt.

Der Vorsitzende der Landesfinanzministerkonferenz, Hessens Ressortchef Thomas Schäfer (CDU), sagte Ziel sei es, die Reform zum 1. Januar 2017 in Kraft zu setzen. Die Reform solle dann bis 2022 umgesetzt werden. Schäfers nordrhein-westfälischer Kollege Norbert Walter-Borjans (SPD) sagte, die Menschen sollten nicht in das neue elektronische Verfahren gedrängt werden: „Aber insgesamt muss es schneller werden und einfacher.“ So sollten zum Beispiel Spendenbelege nur noch zu Hause aufbewahrt und dem Fiskus lediglich auf dessen Verlangen vorgelegt werden müssen.

Bereit heute bekommen die Finanzämter zahlreiche Daten der Steuerpflichtigen elektronisch, zum Beispiel vom Arbeitgeber. Auch die Banken übermitteln Zinsbelege digital. Künftig sollen die Bürger ihre Angaben dem Amt ebenfalls elektronisch zukommen lassen können. Liegt alles beim Finanzamt, sollen dort so viele Steuererklärungen wie möglich vollautomatisch bearbeitet werden. Die Finanzminister erhoffen sich dadurch eine Entlastung, weil sich viele Steuererklärungen von Jahr zu Jahr kaum ändern.

Agentur
Reuters 
Thomson Reuters Deutschland GmbH / Nachrichtenagentur

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