"Reform nicht auf dem Rücken der Betroffenen austragen"
Rüttgers hält Beschluss zur Rechtschreibreform für nicht ausgereift

Der nordrhein-westfälische CDU-Chef Jürgen Rüttgers hat die Beschlüsse der Kultusministerkonferenz (KMK) zur Rechtschreibreform als „nicht ausgereift“ kritisiert.

HB BERLIN. „Ich frage mich, warum die Kultusministerkonferenz wichtige Entscheidungen um ein Jahr vertagt hat. Jetzt soll der Rat für Rechtschreibung erneut Vorschläge machen, um die verkorkste Reform zu reparieren.“ Schüler, Lehrer und Studenten bräuchten Klarheit über die Rechtschreibung.

„Die Reform darf nicht auf dem Rücken der Betroffenen ausgetragen werden“, sagte Rüttgers der „Welt am Sonntag“. Es sei bedenklich, wenn sich politische Gremien wie die KMK über den Rat von Experten hinwegsetzten, wie es bei der Rechtschreibreform seit Jahren praktiziert werde, meinte der CDU-Politiker.

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