Deutschland

Diskussion: Kommentare zu: Arbeitgeber attackieren Rentenkonzepte

Karikatur eines Community-Trolls

Liebe Leserinnen und Leser,

kennen Sie Trolle? Das sind Unholde, die nichts Gutes im Schilde führen. Internet-Trolle gibt es auch. Das sind solche, die „Beiträge verfassen und sich darin auf die Provokation anderer Gesprächsteilnehmer beschränken“, heißt es in den einschlägigen Definitionen. Solche Provokationen würgen eine Diskussion ab. Internet-Trolle sind also Menschen, die wir in unserer Handelsblatt-Online-Community nicht brauchen. Was wir gut finden, sind Kommentatoren. Gerne solche, die auf den Punkt kommen - von uns aus kurz und schmerzhaft.
Am meisten freuen wir uns, wenn Sie zu Ihrer Meinung mit Ihrem Namen stehen. Wir möchten wissen, mit wem wir diskutieren, und Sie haben ein Recht zu wissen, mit wem Sie sich auseinandersetzen. Wir glauben, dass es zu einem fairen Umgang miteinander im Netz gehört, sich offen gegenüberzutreten.

Ihre Handelsblatt-Online-Redaktion
Bitte bleiben Sie fair und halten Sie sich an unsere Community Richtlinien sowie unsere Netiquette.
  • 04.02.2013, 22:32 UhrRDA

    Also wenn jeder selbst Schuld ist, wenn er/sie wenig verdient und keiner mit ihm solidarisch sein soll, dann muss auch der Verlustvortrag bei der Körperschaftsteuer nach einem Jahr ersatzlos gestrichen werden. DER kostet nämlich die Lohn- und Umsatzsteuerteuerzahler auch Unmengen von Geld.

  • 05.02.2013, 01:18 UhrAnne

    Anne
    Heute gibt`s Kitas und falls man die erforderlichen Kitaplätze hätte, könnte man seine Kids dort verwahren und selbst dem Niedriglohnjob (immerhin knapp über 30 % aller Arbeitnehmer und knapp über 20 % aller potenziellen Arbeitnehmer lt. BAA-Statistik) als Elternteil nachgehen. Vor 1992 war so etwas nicht der Fall. Die meisten Mütter blieben seinerzeit zuhause bei den Kids und haben demgemäß heute zu niedrige Rentenansprüche; was sich bei 2 bis 3 Kindern zu 4 bis 6 Rentenpunkten oder ca. 110 bis 165 Euro/Monat Rentenminderung summiert.
    Die Wirtschaftsvertreter zeigen eindrucksvoll um was es ihnen geht – um`s Geld und billige Lohnsklaven. Klar, die Mütter von damals kann man heute nicht mehr in neue Billiglohnjobs treiben – daher sind sie für die Wirtschaft und die meisten Parteien uninteressant. Wer zahlt denn eigentlich die etwaig höheren Renten für Mütter, welche vor 1992 geboren haben? Würde diese längst überfällige Korrektur von Gerechtigkeitsdefiziten von diesen stets an die Kameras drängenden publicitygeilen Wirtschaftsvertreter oder den Steuerzahlern bezahlt werden? Es wird Zeit, dass dieser BDA und seine Speichellecker aus der Politik endlich mal den Mund halten und sich nur dann zu Wort melden, falls sie – werteorientiert - zu einem Thema Beiträge liefern können.

  • 10.02.2013, 15:51 UhrRDA

    Zuerst einmal müssen alle Einwohner Deutschlands in die Rentenversicherung einbezogen werden. Beamte erhalten dann ergänzend den (großen) Betriebsrentenanteil ihrer Pension vom Dienstherrn, der kleine Rest kommt dann von der Rentenversicherung. Selbständige zahlen bis zu einem bestimmten Einkommen nur den Arbeitnehmeranteil und sukzessive mit höherem Einkommen auch den Arbeitgeberanteil.

    Dann kann ein aus Steuermitteln finanzierter Aufstockungsbetrag eingeführt werden (ähnlich der Ausgleichszulage in Österreich), der jede Rente um ca. 500 Euro erhöht. Der Betrag muss voll steuerpflichtig sein und ist an 40 Jahre rechtmäßigen Aufenthalts in Deutschland geknüpft. Finanziert werden kann der Betrag über eine Wertschöpfungsabgabe, die Unternehmen auf ihre Arbeitgeberbeiträge zur Sozialversicherung und auf gezahlte Körperschaftsteuer anrechnen lassen können. Letzteres verhindert Preisverzerrungen und zieht kapitalintensive Exportbetriebe stärker zur Finanzierung des Sozialstaates heran, als bisher.

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