Reformen für Deutschland Der demografische Wandel zwingt die Politik zum Handeln

Frühjahr 2011: Deutschland sonnt sich im "XXL-Aufschwung". Aber tief im Inneren ahnen die Deutschen, dass wir so nicht weiterwirtschaften können. Die Prognosen der Ökonomen über Deutschland Zukunft fallen düster aus.
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Seniorin im Pflegeheim: Der demografische Wandel belastet die Sozialsysteme immer stärker. Quelle: dpa

Seniorin im Pflegeheim: Der demografische Wandel belastet die Sozialsysteme immer stärker.

(Foto: dpa)

DüsseldorfDeutschland schafft sich nicht ab, wie Thilo Sarrazin geschrieben hat. Aber das Land schrumpft und altert, was sich wiederum auf die Wirtschaftsleistung dämpfend und die Staatsausgaben steigernd auswirkt. Ändert sich weder an der Geburtenrate noch an Zuwanderung oder Erwerbsbeteiligung etwas, dann werden von 81 Millionen Deutschen zur Mitte des Jahrhunderts nur noch 64 Millionen übrig sein. Und noch stärker sinkt die Zahl der Erwerbstätigen. Das heißt: Ein immer kleinerer produktiver Kern der Volkswirtschaft muss eine immer dickere Schicht von Unproduktiven tragen – seien es Rentner oder Kranke, Hausfrauen oder Kinder, Arbeitslose oder Ein-Euro-Jobber. Schon heute zählen etwas mehr als die Hälfte des Volkes zu den Unproduktiven, und ihr Anteil steigt.

Das hat weitreichende Konsequenzen für die Privatwirtschaft, den Staat und seine Sozialsysteme:

• Auf dem Arbeitsmarkt folgt auf die Vollbeschäftigung schon bald ein Mangel an gut ausgebildeten Menschen. Jedes Jahr verlassen mehr Hochqualifizierte den Arbeitsmarkt, als neu hinzukommen. Das wird die Wertschöpfung und damit den Wohlstand des ganzen Landes schmälern.

• Das Bildungssystem steht unter dem politischen Druck, durch individuelle Förderung möglichst jeden Jugendlichen zum Schulabschluss zu bringen. Gleichzeitig muss es aus Gründen der ökonomischen Vernunft seine Eliten fördern und vergrößern. Der Vorsprung auf dem Weltmarkt lässt sich anders nicht behaupten.

• Mehr gut ausgebildete Menschen verlassen jährlich Deutschland als Zuwanderer hinzukommen. Und die Zuwanderer, die im Land sind, drücken den Wohlstand der Gesellschaft eher als sie ihn heben. Sie sind schlechter ausgebildet und häufiger arbeitslos als der Durchschnitt der Bevölkerung.

• Der deutsche Staat ist groß und ineffizient. Der Föderalismus ist von einer Stärke zu einer Belastung geworden. Er verhindert, dass das Geld der Steuerzahler dort ausgegeben wird, wo es die beste Wirkung entfalten kann. Die Finanzkrise hat die schon zuvor hohe Schuldenlast des Staates weiter sprunghaft steigen lassen. Sie hat soeben die unglaubliche Marke von zwei Billionen Euro überstiegen. Die viel gepriesene Schuldenbremse sorgt gerade einmal dafür, dass der Schuldenberg langsamer wächst.

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86 Kommentare zu "Reformen für Deutschland: Der demografische Wandel zwingt die Politik zum Handeln"

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  • Einspruch
    Entschuldigung angenommen. Es war wohl weniger der Bezug auf mein Alter als (Verzeihung) Ihre Arroganz, die mich so ruppig gemacht hat.
    Es ist nämlich sonst nicht grad meine Art, derart ausholend über meine Schule oder Ausbildung zu reden, da ich dazu erzogen wurde (Klosterschule) jeden zu achten.
    Ja, die 68er tragen eine Riesenschuld an den Zuständen, Es müßte eine große Diskussion darübr erfolgen da wären wir schon ein Stück weiter.

  • Teil 4:
    An Einspruch:

    Mir würde ein Beispiel für die Bestandswahrer einfallen:

    (Satire)
    Der Unternehmer kann wunderbar seine Personalkosten „Skalieren“.
    Wenn er nicht mehr 10 Euro pro Stunde seinen Mitarbeitern geben möchte stellt er einen Italiener ein für 9 Euro ansonsten gibt es noch den Türken 8 Euro oder den Bulgaren für 7,50 Euro.

    Steigende Sozialabkommen stören ihn nicht, er kann wunderbar die Kosten drücken. Der Unternehmer und sein Verband sind zwar in dem Sozialsystem integriert aber sehr schweigsam.

    Bei einer neuen Belastung (Pflegeversicherung) sagt er Nein, das ist kein Problem die Menschen die Arbeiten bezahlen das schon.

    Der Unternehmer sieht nur seine kleine Welt, ihn ist es egal wer arbeitet HAUPTSACHE billig.

    Warum modernisieren oder sich in den Sozialsystemen einbringen?

    Man fordert Facharbeiter für den Lohn von Hilfskräften!
    (Billig sind sie im Ausland also WILLKOMMEN)

    Also eine WILLKOMMENKULTUR und wenn ich ihn nicht brauche wie den Türken von letzten Jahr, es gibt doch Hartz 4.

    Der kleine Unternehmer wundert sich, im Laufe der Zeit stagniert sein „Heimatmarkt“. Die Steuern werden auch noch erhöht.

    Das ist aber nicht alles, er hat nicht Modernisiert, nicht Ausgebildet und plötzlich kann er seine Produkte nicht mehr Verkaufen!

    Der Staat muß HELFEN!

  • Teil 3:
    An Einspruch:
    Wenn man sich die Ausländerkriminalität sich anschaut und sich mit der Gesamtkriminalität vergleicht, ist es in absoluten Zahlen klar daß wir Deutsche mehr Straftaten verüben.

    Relativ zu den Gastarbeitern die wir derzeit bei uns dulden, ist die Ausländerkriminalität extrem hoch. Wenn knapp jeder 3 Mord von Gastarbeitern verübt wird ist das kein „Kavaliersdelikt“ wobei wir diese Importiere Kriminalität sehr zügig reduzieren könnten.

    Dann können wir uns verstärkt um unsere Leute kümmern.

    Sie sprachen zu Recht die „Fehlanreize“ an. Diese Fehlanreize haben zu diesen Gastarbeiterproblem geführt, es ist natürlich nur eine Aufgabe die wir lösen müssen.

    Das Gastarbeiterproblem ist am leichtesten zu lösen und damit entspannen sich auch viele andere Probleme. (z. b. Arbeitslosigkeit und Staatsverschuldung)

    Wir wollen die Regierung nicht überfordern!

    Das wäre das erste Mal seit den „Anwerbestopp“ daß eine Aufgabe gelöst wird.

  • Teil 2:
    An Einspruch:
    Das hat dazu geführt das nicht nur „Ausländische Kinder“ keinen Abschluss in unserem Land erreichen sondern auch unsere Jugend.

    Dabei wurde schon der Leistungsanspruch von den Schulen reduziert. Die Noten spiegeln nicht mehr den tatsächlichen Leistungsstand der Schülers wieder. (Schwerpunktartig in Berlin, Bremen, NRW, weitere Länder werden folgen)

    Damit man das Kind nicht beim Namen nennt heißt es von den Verursachern: NICHT AUSBILDUNGSFÄHIG oder BILDUNGSFERNE SCHICHTEN (Türkische Gastarbeiter/ importiere Unterschicht)

    Natürlich gibt es die andern, die Eltern haben darauf geachtet das ihr Kind auf die „richtige Schule“ geht (das war vor 20 Jahren nicht notwendig), für eine Ausbildungsstelle zieht man auch in eine andere Stadt.

    In meiner Zeit in einem großen Logistikunternehmen hatte ich solche Auszubildenden. Diese hatten eine klare Vorstellung für ihren weitern Beruflichen Werdegang, davon waren 85 Prozent Gymnasiasten und die andern waren „nur Realschüler“. Meine Branche ist diesem Punkt doch sehr klein und man sieht sich entweder auf der Messe oder bei einer „befreundeten Firma“.

  • Dazu kommt derzeit der Aufenthalt der Gastarbeiter, jedes Gastarbeiterkind kostet pro Schuljahr 5000 Euro. Dieses Geld fehlt natürlich für die Bildung.

    Dabei hat man beobachtet das bei einer zu hohen Gastarbeiterzahl (10 Prozent) in den Klassen der Unterrichtstoff nicht mehr vermittelt werden kann. Die Lösung kann nicht lauten die Gastarbeiter auf anderen Klassen zu verteilen sondern separate Klassen für die Gastarbeiter zu bilden.

    Das Leistungsniveau von Kindern aus der vierten Klasse beträgt in meiner Innenstadt der dritten Klasse. (Hoher Gastarbeiteranteil über 10 Prozent)

    Damit haben die Eltern schon die Grundlage gebildet für den weiteren Schulischen und Beruflichen Werdegang.

  • Teil 1.
    An Einspruch:
    Meine Antwort wird jetzt leider etwas Langatmig.

    Thema Bildung:
    Für das Thema Bildung tragen folgende Gruppen ihren Anteil: Eltern, Geschwister, Nachbarschaft und Schulen.

    In den vergangenen Jahren hat sich einiges geändert, wir haben heute deutlich mehr Einzelkinder in den Schulen das Korrektiv der Geschwister fehlt. Damit ist besonders die „soziale Kompetenz“ gemeint. Es ist nicht mehr die Regel daß die Kinder von den Eltern gemeinsam erzogen werden. Vielerorts sehen wir Alleinerziehende, diese versuchen alles das ihre Kinder eine Zukunft haben aber es fehlt doch immer wieder die Zeit, mit dem Kind die Aufgaben durchzugehen oder sich in der Schule sich einzusetzen.

    Diese Veränderungen kann die Schule nicht alleine auffangen, wobei die Mittelversorgung in jeden Schultyp sehr unterschiedlich ist. Dabei wird die Hauptschule sträflich vernachlässigt. Die drei Schultypen müssen gleichmäßig ausgerüstet werden und die Bezahlung der Lehrer bis zur Sekundarstufe 1 muss identisch sein.

    Das Wechseln der Schultypen für die Schüler muss vereinfacht werden. Nach einem Wechsel des Schultyps muss der Schüler an den Lernstoff herangeführt werden. (mehr Stunden)

    Wir hatten aber in der Vergangenheit immer wieder Ideologische Versuche, das System „Schule“ zu sabotieren. (z. b. Gesamtschule)

    Natürlich verfügen Gymnasien durch die „Freundeskreise“ mehr Möglichkeiten, besonders für den Start im Berufsleben.

    Dazu kommt derzeit der Aufenthalt der Gastarbeiter, jedes Gastarbeiterkind kostet pro Schuljahr 5000 Euro. Dieses Geld fehlt natürlich für die Bildung.

    Dabei hat man beobachtet das bei einer zu hohen Gastarbeiterzahl (10 Prozent) in den Klassen der Unterrichtstoff nicht mehr vermittelt werden kann. Die Lösung kann nicht lauten die Gastarbeiter auf anderen Klassen zu verteilen sondern separate Klassen für die Gastarbeiter zu bilden.

  • So margrit nun mal tacheles 1,8 billionen erhöht auf 2 Billionen Staatsschulden bitte nicht aufrechnen mit Spareinlagen,klappt nicht. die tatsachen sind 54 Billionen Dollar gesamtguthaben stehen 638,7billionen ungedekte Derivate gegenüber das ist der super gau ohne spass und da stirbt die hoffnung nicht zum shluss es gibt keine so einfach kann leben sein.was läuft zombibanken am leben halten, was nicht geht. ich kann dier zahlen rüber schicken da bleibt dier die luft für immer weg. nun zu den opfern dieser ausbeutungspolitik Arbeitslose und alle sonst noch an die wand gefahrenen. eure Regierungen haben nur das beste euer wohlergehen im sinn nun was ist eingetrten ? da klappt die manipulation, nur eins noch die wirklichkeit bricht sich immer bahn immer. das geht dann soweit das viele existenzen dann nicht mehr existieren.

  • ganz einfach der Chef denkt er zahlt gut, dann soll er denken der Tagelöhner arbeitet gut. da haben dummköpfe noch Neuerungsvorschläge gemacht die wurden abgelehnt und als der Leiharbeiter abgemeldet war wurden diese umgesetzt, man war das lustig. Falsche zuwanderung,ausbilden wozu ? du zeigst den das und dann verschwinde aus der stammbelegschaft,meine frau hat ne zeitarbeitsfirma gegründet da meldeste dich und kommst wieder her. und dann der 1. Mai kommt alle herbei. da wirds dann lustig für otto normal sklave. Da geht noch was. die gewählten haben nichts zu sagen die ungewählten haben was zu sagen. Was wir brauchen sind Fachidioten die keine zusammenhänge deuten können sollen.Der Mensch ist böse ich, ich, ich. Sie schreiben viel und richti nachvollziehbar. ich kürz das ab zuerst kommt das fressen dann die moral.in der DDR funktionierte das so willst du nicht mein bruder sein schlag ich dir den Schädel ein.

  • Das Märchen, daß die Betriebe nicht ausbilden wollten und wollen hat auch einen langen Bart (irgendwie muß ja die Gewerkschaft und die Linken ihr Feindbild aufrecht erhalten). Wieso soll die Wirtschaft Schulabgänger, welche nicht richtig schreiben, lesen und rechnen können, ausbilden???
    Jeder Schuler, der die Schule als Vorbereitung auf sein späteres Leben sieht und nicht als notwendiges Übel, findet eine Lehrstelle, auch mit der Einschränkung, daß diese nicht direkt vor der Haustür liegt
    Heute wird immer nur reflexartig nach mehr Geld geschrieen. Wie wäre es mal mit Werterhalt und respektvollem Umgang mit Gemeinschaftseigentum?
    Bei der genannten Ausländerkriminalität wird auch Ursache und Wirkung verwechselt. Es mag sein, daß der relative Anteil dieser Personengruppe etwas höher ist. Wie sieht es hier mit den Einheimischen aus? Wenn 28% der Vergewaltigungen von Gastarbeitern verübt werden, wer zeichnet sich für die restlichen 72% verantwortlich? Gleiche Frage für die 51% der Autodiebstähle.
    Es gibt in absoluten Zahlen mehr Kriminelle Einheimische als Hinzugezogene und was erwarten wir? Diese Menschen bzw. deren Eltern haben sich Deutschland nicht ausgesucht weil es so ein schönes Land ist, sondern weil hier seit über 30 Jahren massenhaft Fehlanreize gesetzt werden, die natürlich auch Menschen anzieht die das System ausnutzen wollen. Allerdings wird dieses auch massenhaft von den Einheimischen vorgelebt, somit paßt sich der Gast nur dem Gastgeber an.
    Es ist immer sehr einfach die Fehlentwicklung einer Person anzuhaften, aktuell Fr. Merkel. Sie kann doch machen was sie will, immer wird es einen Aufschrei geben. Insofern ist es egal wer das Zepter schwingt, die Besitzstandswahrer werden jede, ausnahmslos jede Reform (die den Namen verdient) verhindern.
    Deutschland braucht keine andere Regierung oder ein anderes System, Deutschland braucht ein neues Volk!

    Hier stimme ich margrit117888 zu 100% zu, Deutschland braucht eine 2. Stunde Null

  • @ margrit117888
    OK, sorry für die 70 aber mit 57 (++) liege ich doch sicher sehr nahe dran ;-)

    Im Teil III hatten sie einen kl. Seitenhieb auf junge Mädchen mit Abi verteilt „Und ein junges Mädchen mit Abi ist durchaus in der Lage“
    Wir haben durchaus auch gemeinsame Ansichten, besonders bei den 68ern.
    Auf Seite 5 hatte ich diese erwähnt, was aber nicht mir zugeordnet werden konnte (das Handelsblatt läßt nur eine deutsche Schreibweise im Namen zu, deshalb des Wechsel)
    „Seite 5: Benutzer: deja-vu
    Zuerst muß die 68er Bande verschwinden, dann hat Deutschland eventuell noch eine Chance.“

    Hier stimme ich ihnen vollkommen zu, durch diese Chaoten und Steinewerfer wurde der Gesellschaft der Zusammenhalt geraubt und jede Leistungsanforderung wird als Menschenrechtsverletzung gesehen. Die Zeche müssen wir heute alle zahlen!

    Als die 68er Bande anfing ihr Unwesen zu treiben war ich zwar schon da, mußte mir aber bei einem Spaziergang noch keine Gedanken um die nächste Toilette machen ;-)

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