Reformen im Bildungssystem angemahnt
Mittelstand beklagt mangelnde Bildung bei Lehrlingen

Auszubildende haben oft große Bildungslücken in Deutsch und Mathe, beklagt der Mittelstand. Verbandspräsident Ohoven fordert die Zentralisierung der Bildungspolitik.

HB BERLIN. Jeder dritte Auszubildende hat nach Angaben der mittelständischen Wirtschaft große Bildungslücken in Mathematik und Deutsch. Der Chef des Mittelstandsverbandes, Mario Ohoven sagte der «Sächsischen Zeitung», viele Realschüler besäßen heute bestenfalls das frühere Hauptschulniveau. «Das beginnt mit groben Fehlern in der Rechtschreibung und endet mit dem Unvermögen, Rechenaufgaben einfachster Art zu lösen, von Dreisatz-Aufgaben und Prozent-Rechnungen ganz zu schweigen.»

Ohoven forderte mehr Geld für Schulen sowie die Abschaffung der Kultusministerkonferenz. «Dieser bürokratische Kropf hat mit Föderalismus nichts zu tun. Alle Zuständigkeiten im Bildungsbereich müssen in einer zentralen Stelle gebündelt werden. Bildungspolitik muss alleine Sache des Bundes werden», sagte Ohoven. Frankreich sei mit seinem Zentralabitur Deutschland weit voraus.

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