Reformprogramm feiert Geburtstag: Wir sind Agenda 2010

Reformprogramm feiert Geburtstag
Wir sind Agenda 2010

Hartzer, Ich-AGler, Zeitarbeiter – all das hat die „Agenda 2010“ Deutschland beschert. Zehn Jahre danach fragt Handelsblatt Online nach. Wie hat die Politik unsere Biographien verändert? Vier Betroffene erzählen.
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DüsseldorfFordern und fördern – unter dieses Motto stellte der damalige Bundeskanzler sein Reformprogramm. Unter dem Namen Agenda 2010 stellte er es im März 2003 dem Bundestag vor. „Der Umbau des Sozialstaates und seine Erneuerung sind unabweisbar geworden.“ Es folgten Reformen, die Deutschland grundlegend veränderten – und die Schröder, längst außer Dienst, heute sagen lassen, dass sie die „müde gewordene Deutschland-AG revitalisiert“ haben.

Die im März 2003 angestoßenen Reformen hätten eine große Rolle gespielt, dass Deutschland mit seiner „mittelständischen Wirtschaftsstruktur“ und „starken Industriestruktur“ so erfolgreich sei, sagte Schröder am Dienstag, als er bei der DWS Investmentkonferenz in Frankfurt Bilanz ziehen durfte. Der flexibilisierte Arbeitsmarkt lasse „auch bei geringem Wirtschaftswachstum Arbeitsplätze entstehen“.

Sein politisches Vermächtnis war allerdings zugleich sein Untergang. Die Bundestagswahl 2005 hat er auch deswegen verloren, weil die Deutschen genug hatten von seinem Reformprogramm. Ähnliche Proteste wie seinerzeit gegen Hartz IV gebe es derzeit auch in den südeuropäischen Krisenländern, sagt Schröder. „Das darf aber nicht dazu führen, das Notwendige nicht zu tun.“

So beherrschen Schlagworte wie die Ich-AG, Zeitarbeit und Hartz IV zum Teil bis heute den Alltag vieler Menschen. Zum zehnten Geburtstag des historischen Reformpakets lassen wir vier Betroffene erzählen, was die Agenda 2010 für sie bedeutet – vor ihren Geschichten steht jeweils ein Ausschnitt aus Schröders Regierungserklärung.

Kommentare zu " Reformprogramm feiert Geburtstag: Wir sind Agenda 2010"

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  • Diese Agenda ist und war Murks, sie brachte allen Rentnern und Arbeitnehmern netto immer weniger. Niedriglöhne und Zeitarbeit kappen die späteren Renten der neuen Generationen bereits vorab. Viele Millionen Arbeitnehmer werden am Ende mit einer Grundrente leben müssen, bei stark steigenden Preisen. Millionen Wähler haben daraufhin Rot-Grün den Rücken gekehrt. Schröder und seine heute noch tätigen Sozialverräter wollen den Murks, der nur den Reichen diente, nicht zugeben. Obendrein war die Agenda ein Hauptgrund dafür, dass viele EU-Länder nicht mehr wettbewerbsfähig waren und in die Pleite getrieben werden. So wird Rot-Grün hoffentlich im September massiv scheitern. Auf jeden Fall sollten sich alle Rentner und Arbeitnehmer an die rot-grünen Untaten und Bevormundungen gut erinnern. Schröder kostet heute noch viele Stimmen.

  • Die Gesamtheit der Erwerbseinkommen von Arbeitnehmern ist seit dem 2. Weltkrieg fast in jedem Jahr gestiegen. Der Durchschnittsverdienst eines vollbeschäftigten Arbeitnehmers in Deutschland betrug 2010 ca. 3.544 Euro brutto, so das Statistisches Bundesamt in Wiesbaden
    Jetzt kommt allerdings der Knaller, im fleichem Jahr betrug das durchschnittl. Einkommen von vollbeschäftigten Leiharbeiten lag im gleichem Jahr bei knapp 1.500 €.
    Es gibt in Deutschland z.z. etwa 6 Mio. Bschäftigte AN in atypischen Beschäftigungverhältnissen mit Einkommen bis 10 €/Stunde, worunter auch ein Großteil keine Vollbeschäftigung hat. Bei Personen, bei denen dies jahrzehntelang so ist,führt dies zu Altersarmut..
    Trotz derzeit gute gefüllter Rentenkassen und seit Jahren dennoch steigender Beiträge werden die Sozialkosten vor allem aufgrund der Renten weiter erheblich steigen, trotz der bisher schon durchgeführten Kürzungen und Reformen.
    Da steckt eine Menge Sprengstoff drin, Alle, die jetzt schon Klagen, sei gesagt, es wird sozial nicht mehr wärmer. In der EU verfügen wir über 25 der weltweiten Einkommen und zahlen 50% der weltweiten Soziallasten. Es gibt nur wenige Länder wo man besser abgesichert ist als bei uns und diese Länder haben zusammengerechnet weniger als 200 Mio. Einwohner.
    Früher war früher, die Zukunft wird Härter.

  • Hahahahahaaaaah


    GERADE EBBEND in n-tv Nachrichten : " Dr. Ursula von der Leyen " SAGT ( zum ARMUTSBERICHT ) : " ES WÄR SCHÖN das MENSCHEN SICH MEHR LEISTEN KÖNNEN " .
    Ja , die andren WERDEN NIE VERSTEHEN , das keine . . . SIND und ALL die sich NICHT MEHR LEISTEN KÖNNEN GEHÖREN ABENDWAHLS NICHT DAZU .
    ABER so HAT von der Leyen NICHT GELOGEN und JEDER KANN VERSTEHEN WIE er VERSTEHT !!!!



    ATHEIST SICH Gott
    SOUVERÄN
    Frank Frädrich WILL AUCH WAHRHEITEN WISSEN WELCHE NURNOCH 4 IM ZUSAMMENHANG WISSEN

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