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Reformvorschläge: Einfach mal das Investieren vereinfachen

Gegen ein einfacheres Steuersystem hat normalerweise niemand etwas einzuwenden. Bauern und Handwerker haben deshalb die Initiative ergriffen und Vorschläge zum einfacheren Absetzen von Investitionen ans Finanzamt geschickt. Der Fiskus scheint davon aber nicht allzu überzeugt zu sein.

BERLIN. Kompliziert ist das Steuerrecht bekanntlich, weil es viele Privilegien für viele Lebenslagen enthält. Manchmal erschweren die Finanzämter den Steuerzahlern das Leben dabei durch besonders gründliche Bürokratie. Das wollen sich Handwerker und Bauern nicht länger gefallen lassen und bei der geplanten Steuervereinfachung mit dabei sein.

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Es wäre doch ganz einfach, für sie das Investieren zu vereinfachen, argumentieren sie in Briefen an die Minister Wolfgang Schäuble, Peter Ramsauer und Rainer Brüderle. Bisher müssen sie, um künftige Investitionen schon jetzt von der Steuer absetzen zu können, detaillierte Listen beim Finanzamt einreichen. Darauf muss stehen, was für Stall oder Werkshalle gebraucht wird: ein Melkroboter etwa, eine Fütterungsanlage oder eine Maschine. Wenn man es sich später anders überlegt und lieber eine Klimaanlage oder einen Traktor kauft, geht das heute nicht - jedenfalls nicht zu den guten Steuerkonditionen.

Investition sei aber doch Investition, meinen Handwerker und Bauern. Wenn sie weder Melkmaschine noch Traktor, weder Maschine noch Klimaanlage anschafften - dann würden sie die Steuerermäßigungen zurückzahlen, mit Zinsen. Der Staat werde daher nicht weniger einnehmen.

Vermutlich sieht der Fiskus das anders: Wenn alles so einfach wäre, würde ja niemand mehr vom Ausfüllen des Antrags abgeschreckt.

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