Regierung und Wirtschaft mit Ausbildungspakt zufrieden
Nachvermittlung im Ausbildungspakt zeigt Erfolg

Die nachträgliche Vermittlung von unversorgten Lehrstellen-Bewerbern im Rahmen des Ausbildungspaktes zeigt erste Erfolge. Mehr als die Hälfte der 44 600 Jugendlichen, die im Herbst dieses Jahres keinen Ausbildungsplatz gefunden hatten, konnten bis Ende November vermittelt werden.

HB BERLIN. Bundesregierung, die Spitzenverbände der Wirtschaft und die Bundesagentur für Arbeit (BA) erklärten am Freitag in Berlin, von 44 600 zu Beginn des neuen Ausbildungsjahres Ende September noch unversorgten Bewerbern seien Ende November noch 23 500 unvermittelt gewesen. BA-Vorstandsmitglied Heinrich Alt wies aber darauf hin, dass seit Ende September neue Bewerber hinzu gekommen seien, von denen 16 800 noch unversorgt seien. Demnach waren Ende November insgesamt 40 300 Jugendliche unversorgt, während 10 200 Lehrstellen unbesetzt waren. Die Lehrstellenlücke Ende November betrug demnach 30 100; Ende September waren es 31 200 gewesen.

Die Paktpartner machten jedoch eine andere Rechnung auf. In ihrer gemeinsamen Erklärung heben sie ausschließlich auf die Ende September bei den Arbeitsagenturen gemeldeten unversorgten Bewerber ab. Deren Zahl von 44 600 sei bis Ende November auf rund 23 500 gesenkt worden. Von den Ende September 13 400 noch offenen Ausbildungsstellen seien inzwischen noch rund 6000 unbesetzt. Die Ende September herrschende Lehrstellenlücke sei somit von 31 200 auf 17 500 verringert worden.

Die Paktpartner lassen unberücksichtigt, dass sich Alt zufolge seit Ende September weitere 24 400 Jugendliche für eine sofortige Ausbildung meldeten, weil sie ihre Ausbildung nicht angetreten oder abgebrochen hatten oder andere Ausbildungswünsche nicht realisieren konnten. Von den neu hinzu gekommenen Bewerbern habe die BA bislang 7600 vermitteln können. Von den neuen Bewerbern seien 16 800 noch unversorgt, während von den neu hinzu gekommenen Lehrstellen zur sofortigen Besetzung 4200 noch unbesetzt seien. Zwischen neuen Bewerbern und neuen offenen Stellen klaffte Ende November somit eine rechnerische Lücke von 12 600 noch fehlenden Stellen.

Die Wirtschaft erfüllte nach eigenen Angaben ihre Zusagen aus dem Ausbildungspakt, mit dem sie im Juni eine von Rot-Grün auf den Weg gebrachte Ausbildungsplatzabgabe für zu wenig ausbildende Betriebe vorerst abgewendet hatte. Darin sagte die Wirtschaft zu, in den kommenden drei Jahren jeweils 30 000 neue Lehrstellen und 25 000 mehrmonatige Einstiegspraktika für schwer vermittelbare Jugendliche zu schaffen. Allein im Bereich der Industrie- und Handelskammern wurden den Angaben zufolge 38 000 neue Lehrstellen geschaffen. Weitere seien aus dem Handwerk hinzugekommen. Insgesamt seien bei den Industrie- und Handels- sowie den Handwerkskammern bis Ende November 2,5 % mehr Ausbildungsverträge abgeschlossen worden als im Vorjahr. Für die Einstiegspraktika seien 29 500 Plätze gemeldet worden, von denen rund 24 000 noch unbesetzt seien.

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