Regierungserklärung der Verbraucherministerin
Künast warnt vor Folgen der Fettleibigkeit von Kindern

Vor dramatischen Folgen der zunehmenden Fettleibigkeit von Kindern und Jugendlichen hat Bundesverbraucherministerin Renate Künast (Grüne) gewarnt.

HB BERLIN. In einer Regierungserklärung forderte sie am Donnerstag im Bundestag strengere Werbe- und Kennzeichnungsregeln für Lebensmittel. Außerdem will Künast verstärkt über Essgewohnheiten aufklären und Kinder und Jugendliche zu mehr Bewegung anregen. „Die junge Generation wird die erste sein, die vor ihren Eltern stirbt“, zitierte Künast aus einer britischen Studie. In Westeuropa würden jährlich etwa 200 0000 Menschen wegen Fettleibigkeit sterben.

CDU/CSU und FDP hielten der Bundesregierung vor, mit diesem „populistischen Thema“ im Parlament von anderen Problemen ablenken zu wollen. Sie warnten vor Werbe- und Produktverboten oder gar Zwangsabgaben. Michael Goldmann (FDP) kritisierte, die Koalition übertreibe bei der Beschreibung der Probleme. Unerträglich sei, wenn Firmen im Bundestag öffentlich an den Pranger gestellt werden, die sich dort nicht wehren könnten und die sich für die Jugend in Stiftungen engagierten.

Bundestagspräsident Wolfgang Thierse (SPD) stellte klar: „Das Recht auf die freie Meinungsäußerung schließt die Kritik an Firmen ein - so groß sie auch sein mögen.“

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