Regierungskreise
Steuergutschrift für Gebäudesanierungen geplant

Bund und Länder haben sich auf einen Kompromiss zur steuerlichen Absetzbarkeit von energetischen Gebäudesanierungen verständigt. Wie das Handelsblatt berichtet, haben sie sich auf eine Steuergutschrift geeinigt.
  • 5

Wie das Handelsblatt (Freitagsausgabe) aus Regierungskreisen erfuhr, wird das Gesamtvolumen von den bislang geplanten 1,5 auf eine Milliarde sinken. Der Bund übernimmt 430 Millionen Euro. Der Rest entfällt auf Länder und Kommunen, die bislang Steuerausfälle abgelehnt hatten. Um sie zu entlasten, will der Bund die energetische Sanierung öffentlicher Gebäude mit bis zu 300 Millionen Euro fördern und würde damit 730 Millionen Euro tragen.

Wer die Förderung nutzt, kann einen festen Betrag von seiner Steuerschuld abziehen. Die Abschreibung wäre jährlich möglich. Sie wird an Energieeffizienzstandards gekoppelt. Nach fünf Jahren soll überprüft werden, ob die Förderung hilft, die Klimaziele der Regierung zu erreichen. Details soll eine Arbeitsgruppe von Bund und Ländern ausarbeiten. Die Einigung soll am 26. Juni im Vermittlungsausschuss beschlossen und dann am 6. Juli im Bundesrat verabschiedet werden.

Dr. Daniel Delhaes
Daniel Delhaes
Handelsblatt / Korrespondent

Kommentare zu " Regierungskreise: Steuergutschrift für Gebäudesanierungen geplant"

Alle Kommentare

Dieser Beitrag kann nicht mehr kommentiert werden. Sie können wochentags von 8 bis 18 Uhr kommentieren, wenn Sie angemeldeter Handelsblatt-Online-Leser sind. Die Inhalte sind bis zu sieben Tage nach Erscheinen kommentierbar.

  • Ist doch wieder mal toll.
    Mein Hauswirt bekommt Förderung und anschließend aber erhöht er die Miete.
    Im Klartext heißt das, dass der Steuerzahler, der Bürger wieder zwei Mal zahlt
    Einmal über Steuern die Förderung für den Hausbesitzer und das zweite Mal über höhere Miete.
    Toll
    Mimm unten und gib oben, Dies gilt seit Schröder und den Grünen

  • Tolle Logik. Förderung gibts nur bei Beauftragung von Fachfirmen. Selber machen geht prinzipiell gar nicht. Die Häuser, die dann "energetisch aufgewertet" wurden, geben über die Förderung dann ihren wahren Wert preis. Der wird dann definitiv zur Berechnung der in Kürze kommenden Zwangyhypothek herangezogen. Levin Holle, der Enteignungsexperte von Schäuble, lässt grüßen.

  • @ ihr,
    das ist doch längst getoppt:
    "Haushaltsnahe Dienstleistungen" können steuerlich geltend gemacht werden.
    Wer so geringe Einkünfte hat (auch Rentenbezieher), die keine Steuern zahlen, haben davon nichts.
    Das hat aber auch keine der politischen Farbkonstellationsregierungen bislang gewollt.

Serviceangebote
Zur Startseite
-0%1%2%3%4%5%6%7%8%9%10%11%12%13%14%15%16%17%18%19%20%21%22%23%24%25%26%27%28%29%30%31%32%33%34%35%36%37%38%39%40%41%42%43%44%45%46%47%48%49%50%51%52%53%54%55%56%57%58%59%60%61%62%63%64%65%66%67%68%69%70%71%72%73%74%75%76%77%78%79%80%81%82%83%84%85%86%87%88%89%90%91%92%93%94%95%96%97%98%99%100%