Regierungsumbau
Merkel lobt Schäuble – und plant Kabinett ohne ihn

Als Bundesfinanzminister Schäuble zweimal für mehrere Wochen ausfiel, hielt die Kanzlerin ihm den Rücken frei. Spekulationen über einen Rücktritt wies sie zurück – und tut das auch jetzt wieder. Zugleich jedoch laufen im Kanzleramt die Planspiele für einen Umbau des Kabinetts. Dass Schäuble nicht mehr unangreifbar ist, zeigt auch das aktuelle ZDF-Politbarometer.
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DÜSSELDORF. Angela Merkel gab sich alle Mühe, jede Spekulation im Keim zu ersticken. "Frei erfunden" seien Berichte über eine bevorstehende Kabinettsumbildung. "Ich habe hier mit Wolfgang Schäuble hervorragend zusammengearbeitet und beabsichtige das auch weiter zu tun", sagte sie am Rande des G20-Gipfels in Seoul.

Auch die CDU-Spitze macht sich öffentlich für Schäuble stark. Mit Blick auf Schäubles erneute Kandidatur für das CDU-Präsidium auf dem Parteitag am Montag sagte Generalsekretär Hermann Gröhe am Freitag: „Es ist spürbar, dass in der Parteispitze alle froh sind, dass Schäuble erneut kandidiert. Und ich bin sicher, dass dies auch im Wahlergebnis Ausdruck findet.“ Das Präsidium habe vergangenen Montag über das Personalpaket auf dem Parteitag gesprochen.

Auch von der Unions-Basis gebe es keine kritischen Stimmen. „Ich habe keine Hinweise, die sich als Gegenstimmen zu Wolfgang Schäuble interpretieren ließen“, betonte Gröhe. Gerade nach dem G20-Gipfel in Seoul werde deutlich werden, „wie wichtig und von der Union getragen die Beiträge unseres Finanzministers sind.“

Doch viele Indizien weisen darauf hin, dass die Kanzlerin die Zukunft ihrer Regierung ohne Schäuble plant. Im Kanzleramt laufen bereits die Planspiele für einen Umbau des Kabinetts. "Die Frage ist nicht mehr, ob Wolfgang Schäuble ausgewechselt wird, sondern, wann der richtige Zeitpunkt ist", sagte ein Vertreter des CDU-Präsidiums. "Schäuble hat sich seit seinem letzten Krankenhausaufenthalt stark verändert," so ein Kabinettsmitglied.

Lange war Wolfgang Schäuble für Merkel immer der Stabilitätsanker im Kabinett. Als der Bundesfinanzminister wegen der Nachwirkungen einer Operation zweimal für mehrere Wochen ausfiel, hielt die Kanzlerin ihm die Treue. Spekulationen über einen Rücktritt Schäubles wies sie zurück. "Ich finde diese Diskussion angesichts der Lebensleistung und der Lage des Betroffenen unangemessen", sagte sie Anfang Oktober.

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Kommentare zu " Regierungsumbau: Merkel lobt Schäuble – und plant Kabinett ohne ihn"

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  • Schäuble klebt an seinem Stuhl wie die Kletten an der Wand.
    Er sollte mal bilanz ziehen und sich allen Ernstes überlegem - was er dort eigentlich noch will. Er könnte doch mit einem Lied auf den Lippen - Gute Nacht Freunde, es ist Zeit für mich zu geh´n......verabschieden und seinen wohlverdienten Ruhestand genießen.
    Er gerät wie viele Tausende andere auch in den Strudel der Altersturheit. Doch wem nützt die?

  • ..sondern die Skandalnudel csu", was die Kabinettsumbildung betrifft, die sich jetzt auch noch für Hunderte Titelmissbraucher an ihren Kliniken und Dutzende von Toten mit gefälschten Dokumenten verantworten muss. Die Haftbefehle sind in Vollzug. Da wird Merkel nicht sanderes ünrigbleiben, als das D im Parteikürzel der Freistaatlichen csu-U-Häftlinge auszuwechseln. Wie "Demokratisch".

  • Klar plant Merkel die Zukunft im Kabinett ohne Schäuble.
    Schäuble wird unbequem, er sitzt auf dem Geld und das schmeckt Merkel nicht.
    Also kickt sie ihn nun zum zweiten Mal weg und nimmt dafür seinen Ausrutscher zum Anlaß
    Merkel kann niemanden neben sich brauchen und duldet das nicht, der ihr auch mal widerspricht und das hat Schäuble öfter getan.
    Denn wenn es nach Merkel ginge.würde diese noch viel mehr deutshes Steurgeld in alle Welt tragen.

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