Bundesfamilienministerin Kristina Schröder widerspricht der Kritik an ihrer Politik. Mit Familienpolitik solle kein Profit erwirtschaftet werden. Ein Medienbericht hatte die Familienpolitik als wirkungslos kritisiert.
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Kommentare

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  • Allein die Existenz eines Familienministeriums ist eine ungeheuerliche Form von Steuerverschwendung. Der Staat soll sich um seine Kernaufgaben kümmern.

  • Schröder gibt ein trauriges Bild ab. Probleme und Ungerechtigkeiten, beispielsweise dass Selbstständige wegen formaler monatlicher Abrechnungsprobleme dass Betreuungsgeld komplett gestrichen bekommen, interessieren nicht, das sind Minderheiten. Diesbezüglich gibt es noch eine Menge anderer Beispiele. Interviews zu unbequemen Themen werden nicht gegeben.
    Da wo es wirklich Sinn macht etwas zu ändern, z.B. beim Ehegattensplitting, probiert sie es nicht, da es ein Mainstream-Thema, ist, da gibt es also eine Vielzahl von Wählern, die ihr das vielleicht übelnehmen würde, also packt sie sowas gar nicht erst an, obwohl die Situation schon lange eine Korrektur erfordert. Als das Ehegattensplitting nach dem 2. Weltkrieg initiiert wurde, galt es als selbstverständlich, dass Ehepaare auch Kinder zeugen, was ja Staatserhaltend ist, also machte diese Regelung Sinn. Doch heute ist dass anders, häufig geht die Karriere vor Familie, beide arbeiten und wollen keine Kinder und dennoch erhalten sie immensen Vorteile, als hätten sie welche. Dass ist auch für die Frauen schlecht, viele werden vom Mann überredet, geb doch Deinen Beruf auf, da durch das Splitting der Vorteil so groß ist, dass sich so etwas vorteilhaft rechnen kann.
    Wenn dann irgendwann die Ehe geschieden wird, hat die Frau schlechte Karten, wieder ins Berufsleben einzusteigen, da nützt es ihr auch nichts, dass sie fünf oder 10 Jahre als Frau Doktor ein bequemes Leben hatte, finanziert durch das Splitting für Kinder, die es nicht gab.
    Also Frau Schröder, ich könnte noch weiteres berichten, über ihre wenig verantwortungsvolle und wenig weitsichtige Politik, aber für heute lasse ich es.

  • Liebe Ronny, die Argumentation, dass das Ehegattensplitting Schuld daran tragen soll, dass Frauen sich für eine Absenz vom Arbeitsmarkt zugunsten der Erziehung ihrer Kinder entscheiden ist an Scheinheiligkeit kaum zu übertreffen. Splitting gibt es deswegen, weil eine Ehe als eine Einheit gesehen wird (beide Partner haften übrigens gegenseitig, auch oder insbesondere für Steuerzahlungen) und es keinen Grund gibt, warum eine Familie mit einem Einkommensplit von 50 + 30 mehr Steuern zahlen soll als eine Familie mit 40 + 40. Eheleuten ist es im allgemeinen egal wer von beiden wieviel Steuern zahlt. Von Interesse ist nur die Gesamtsteuer. Das Splitting ist keine staatliche Wohltat sonder eine vomm Verfassungsgericht vorgegebene Gleichbehandlung ebenso wie das Kindergeld keine Wohltat sondern nur die Steuerfreistellung des Existenzminimums garantiert.

  • Lieber @merxdunix

    Wenn Menschen keine Lust zur Arbeit haben, liegt das meines Erachtens daran, dass oft die Arbeitsbedingungen schlecht oder herabwürdigend sind und selten wirklich an ihrer Faulheit. Im Grunde ist der Mensch ein soziales Wesen und liegt ungern denen auf der Tasche, die ihm etwas bedeuten.

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    Danke!!! Das ist einer der wenigen wahren Sätze hier auf dem HB!!! Sie gehören auch zu der vom aussterben bedrohten Spezies MENSCH zu gehören!! Nochmals vielen Dank für die wahren treffenden Worte!!

    Wir werden alle als Prinzessinen und Prinzen geboren um danach von unserer Umwelt zu Fröschen gemacht zu werden!

    Las ich mal in einer Psychologie-Zeitschrift und trifft den Nagel voll auf den Kopf!!

  • Zitat: "Ein Medienbericht hatte die Familienpolitik als wirkungslos kritisiert."

    Man sollte sich nicht mit fremden Federn schmücken, denn es war nicht der Medienbericht, sondern das von der Bundesregierung in Auftrag gegebene Gutachten. Ein kleiner Unterschied.

  • Was ist denn das für eine platte Argumentation? Weil Familienpolitik keinen Gewinn abwerfen soll, darf man dem Steuerzahler sein mühsam erwirtschaftetes Geld wegnehmen und für sinnlose oder gar contraproduktive Maßnahmen verschwenden?

    Liebe Menister-PraktikantIn, was soll denn der Unsinn?

    Das die Familenpolitik bei der CDU/CSU noch nie wirklich im Vordergrund stand, ist doch kein Grund, für Verschwendung?

  • Familienpolitik? Was soll das sein? Macht ordentliche Kindergärten und Ganztagsschulen, die ordentlich ausgestattet sind, und laßt die Leute Beruf und Familie vereinbaren. Kindergeld mit der Gießkanne ist völlig Banane, wie jedes Gießkannenprinzip. Bezahlt dafür die Lehrer besser und stattet die Schulen besser aus. Statt irgendwelche Gutscheine zu verteilen, und armen Familien das Kindergeld sowieso abzuziehen, und so die "Bildungsfernen Schichten" noch weiter nach unten zu schichten. Familienförderung ist auch Gemeinde-Arbeit mit allen Generationen, aber da wird auch lieber gekürzt, Flughäfen und andere Prestige-Bauten sind wichtiger.
    Das man mit Familienpolitik keine monetären Gewinne einfährt, muß man doch wohl nicht auch noch betonen, ist eh klar, also auch kein Argument für diese verkorksten Geldverschüttungen.

  • Wundert euch nicht, wenn Rot-Grün das Sagen hat: Netto wird bei den Familien dann noch weniger übrig bleiben. Rot-Grün will mehr Einfluss auf die Kinder und die Eltern müssen noch mehr bluten. Gegenteiliges hat Rot-Grün bis heute nicht bewiesen. Auch die weglaufenden Stromkosten haben uns die Grünen mit der irrsinnigen EEG-Umlage beschert. Ekelhaft und unsinnig.

  • Steinbrück und Rot-Grün haben nun ja gar nichts zu bieten, außer, dass sie den Familien noch mehr Geld abnehmen wollen. Und dann natürlich die Kinder möglichst vor der Geburt den politischen Interessen unterstellen. Keine Familie wird darauf hereinfallen. Frau Schröder hat recht. Die Familienpolitik kann nicht über 60 Jahre richtig gewesen sein und nun ist bei Rot-Grün alles falsch!? Es geht nur um die Macht an den Geldtrögen, mehr nicht. Solange Rot-Grün jedoch von Hartz IV, Rentenlügen und Militäreinsätzen nicht abrückt, wird wohl kein früherer Stammwähler zurückkehren. Da bleibt das kleinere Übel eindeutig Schwarz-Gelb. Die Familien werden mal wieder für unsinnige politische Ziele missbraucht. Damit wird kein Kind mehr gezeugt.

  • Ausnahmsweise hat Frau Schröder einmal recht: Familienpolitik kann man nicht mit den Maßstäben von Industrieinvestitionen messen; schließlich handelt es sich hier um Menschen. Völlig unrecht hat Frau Schröder allerdings mit dem Ehegattensplitting: Damit wird ausschließlich die klassische Familie (er verdient, sie bleibt zuhause) unterstützt, und das zudem sozial noch völlig ungerecht (je höher das Einkommen, desto höher der Vorteil). Natürlich darf das Existenzminimum nicht besteuert werden, weshalb Verheiratete bei gleichem Einkommen zurecht weniger Steuern bezahlen müssen als Ledige. Dafür würde aber völlig ausreichen, das zu versteuernde Einkommen um das Existenzminimum zu kürzen.

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