Rekord bei Steuereinnahmen: Schäubles Kasse klingelt

Rekord bei Steuereinnahmen
Schäubles Kasse klingelt

Noch nie haben die Finanzämter in einem einzelnen Monat so viel Geld eingenommen wie im Dezember. Auch für 2014 gibt sich das Finanzministerium optimistisch. Alle Indikatoren seien günstig.
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DüsseldorfDie Steuereinnahmen sind im Dezember um 3,4 Prozent gestiegen. Mit 75,2 Milliarden Euro nahmen die Finanzämter so viel Geld wie noch nie einem einzelnen Monat ein. Das berichtet Handelsblatt (Freitagausgabe) unter Verweis auf Daten aus dem Bundesfinanzministerium. Insgesamt sei im abgelaufenen Jahr das Steueraufkommen leicht höher gewesen, als vom Arbeitskreis Steuerschätzungen Anfang November prognostiziert.

Nach dem eher schwachen dritten Quartal stiegen die Steuereinnahmen im Schlussquartal wieder stärker und übertrafen das Vorjahresniveau um 3,6 Prozent. Im dritten Quartal hatten Bund und Länder lediglich 2,8 Prozent mehr eingenommen; das gesondert erfasste und überwiegend den Kommunen zustehende Gewerbesteueraufkommen war sogar leicht gesunken. Für 2014 gibt sich das Finanzministerium optimistisch. Alle Indikatoren signalisierten einen „günstigen Einstieg in das neue Jahr“, hieß es im Ministerium. Es gebe „Anzeichen für eine Verbesserung des weltwirtschaftlichen Umfelds“. Dies dürfte die deutschen Exporte beflügeln.

Dreh- und Angelpunkt für die Staatsfinanzen bleibt aber der Arbeitsmarkt. Hier rechnet das Ministerium mit einem „leichten Rückgang“ der Arbeitslosigkeit sowie einem „weiteren Anstieg der Erwerbstätigkeit“. Ein stabiler Arbeitsmarkt würde vor allem das Lohnsteueraufkommen weiter steigen lassen. Im Dezember stieg das Aufkommen der zweitwichtigsten Einzelsteuer um sechs Prozent. Im Gesamtjahr zahlten die Arbeitnehmer 158,2 Milliarden Euro an den Fiskus - 6,1 Prozent mehr als 2012.

Abermals schwach entwickelte sich dagegen im Gesamtjahr 2013 die Umsatzsteuer. Ihr Aufkommen stieg nur um 1,1 Prozent und damit weniger als die Wirtschaftsleistung. Ein Grund könnte sein, dass die Verbraucher einen größeren Teil ihres Budgets für niedrig besteuerte Lebensmittel ausgaben. Diese hatten sich deutlich verteuert.

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  • Für Steuergeschenke ist jetzt nicht die richtige Zeit!
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    ■ Wir werden nicht! die heimliche Progression abschaffen!
    ■ Wir werden nicht die Mineralöl- und KFZ-Steuer reduzieren; damit nehmen wir 53 Mrd/a ein, geben aber nur 19 Mrd/a aus!
    ■ Wir werden den Soli NICHT abschaffen, auch wenn nur noch 20% gen Ost fließt! Der Rest versickert im allgemeinen Haushalt!
    ■ Wir brauchen das Geld für dringende Ausgaben! (Eurorettung, ESM, Banksterrettung, etc.).
    ■ Und wir planen auch schon eine Zwangsenteignung der Bürger! Die Pläne liegen schon in der -Schublade.

  • Ich habe bereits reagiert: Noch 3 Jahre bis zur Rente. Ich habe aufgehört zu arbeiten, zahle die 3 Jahre aus meiner Tasche, habe keine Rentenabschläge und zahle ohne Einnahmen keine Steuern. Es rechnet sich. Warum noch weiter malochen für Schäuble und Co. und die Schuldenvergemeinschaftung in der EU. Nein, es ist Schluss!

  • Die Belastungen des Mittelstandes und der fleißigen Arbeitnehmer sind inzwischen unerträglich! Die Blockparteien haben keine Lösungen mehr.

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