Rekord-Flüchtlingszahlen: Deutschland an der Spitze bei Asylanträgen

Rekord-Flüchtlingszahlen
Deutschland an der Spitze bei Asylanträgen

Bewaffnete Konflikte treiben immer mehr Menschen in die Flucht. Dabei ist Deutschland das begehrteste Ziel für Asylbewerber. Die weitaus meisten Flüchtlinge werden jedoch von armen Ländern aufgenommen.
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GenfDas Ausmaß von Flucht und Vertreibung hat vor allem durch die zahlreichen bewaffneten Konflikte weltweit den höchsten Stand seit dem Zweiten Weltkrieg erreicht: Bis Mitte 2014 verzeichnete das UN-Flüchtlingshilfswerk (UNHCR) 56,7 Millionen Flüchtlinge sowie Vertriebene innerhalb der eigenen Landesgrenzen. Die mit Abstand meisten Asylanträge stellten Flüchtlinge in Deutschland, wie aus dem am Mittwoch in Genf veröffentlichten Halbjahresbericht 2014 des UNHCR hervorgeht.

Allein innerhalb der ersten sechs Monate des vergangenen Jahres wurden 5,5 Millionen Menschen durch Krieg, Gewalt, Verfolgung und Menschenrechtsverletzungen in die Flucht getrieben. 1,4 Millionen von ihnen flohen über Landesgrenzen hinweg, die anderen suchten innerhalb des eigenen Staates Schutz. Die meisten Flüchtlinge stammten aus Syrien, mehr als drei Millionen. Bislang bildeten rund 2,7 Millionen Menschen aus Afghanistan die größte Flüchtlingsgruppe.

Mit der Zahl der Flüchtlinge ging weltweit auch die der Asylanträge deutlich nach oben – wobei Deutschland wie in früheren Jahren das begehrteste Zielland ist. In der Bundesrepublik baten von Januar bis Ende Juni 67.400 Menschen um Asyl – fast 20.000 mehr als in den USA (47.500) sowie deutlich mehr als doppelt so viele wie in Frankreich, mit 29.900 Anträgen auf Platz drei. Die weitaus meisten Flüchtlinge werden aber in den zumeist armen Ländern der jeweiligen Konfliktregionen versorgt.

„Wenn sich die Trends so fortsetzen, wird Deutschland (für 2014 insgesamt) wahrscheinlich den höchste Jahresstand von Asylanträgen seit fast 20 Jahren verzeichnen“, heißt es in dem Bericht. Fast ein Fünftel der Asylanträge in der Bundesrepublik wurden laut UNHCR von Flüchtlingen aus dem Bürgerkriegsland Syrien gestellt, gefolgt von Menschen aus Serbien, dem Kosovo, Afghanistan und Eritrea.

Weltweit stieg in den ersten sechs Monaten 2014 die Zahl der Asylbewerber im Vergleich zum Vorjahreszeitraum um 18 Prozent auf fast 560.000. „Solange die internationale Gemeinschaft darin versagt, politische Lösungen für die anhaltenden Konflikte zu finden und neue Konflikte zu verhindern, werden wir es mit deren dramatischen humanitären Konsequenzen zu tun haben“, warnte der UN-Hochkommissar für Flüchtlinge, António Guterres.

Das Land, das weltweit die meisten Flüchtlinge beherbergte, war bis Ende Juni 2014 Pakistan, 1,6 Millionen Menschen. Danach folgen der Libanon (1,1 Millionen), Iran (982.000), die Türkei (824.000), Jordanien (737.000), Äthiopien (588.000), Kenia (537.000) und der Tschad (455.000). Nicht berücksichtigt sind in dem Bericht die fast fünf Millionen palästinensischen Flüchtlinge, da diese von der gesonderten UN-Hilfsorganisation UNRWA betreut werden.

Angesichts dieser Zahlen forderte Guterres: „Die internationale Solidarität muss unbedingt verstärkt werden, wenn wir nicht riskieren wollen, dass immer mehr verletzliche Menschen ohne ausreichende Hilfe bleiben.“

Besonders schwierig ist die Situation der Syrien-Flüchtlinge im Libanon, weil es dort keine offiziellen Flüchtlingslager gibt. Zurzeit wird sie durch einen Wintersturm mit heftigem Schneefall noch verschärft. Das UNHCR habe große Probleme, die Flüchtlinge zu erreichen, sagte der UNHCR-Sprecher in Beirut der dpa am Mittwoch.

dpa 
dpa Deutsche Presse-Agentur GmbH / Nachrichtenagentur

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  • In welchem Land werden Asylanten mehr gefördert und lebenslang unterstützt außer in Deutschland, ohne das diese Lände hier arbeiten, die Sprache lernen wollen usw.??

  • Den Begriff "Asyl" braucht man doch garnicht mehr.

    "Einwanderung nach Belieben" wäre der bessere Begriff - Merkel nennt das "weltoffen". Ich sage dazu "offene Bahnhofshalle" mit statlicher Alimentierung.

    "Asyl" soll nur Solidarität hervorrufen für jeden der herkommen will. Abstrakt und hinterhältig.

    Lassen die Politiker auch ihre Haustüren "offen-stehen" und jeder darf im Wohnzimmer pennen und sich am Kühlschrank bedienen, ein- und ausgehen ??

  • Furchtbar, aber offenkundig gewollt. PEGIDA, die sich vor allem gegen Scheinasylanten wenden, werden vom System aus etablierten Parteien, Springer-Presse und Kirchen unter dreister Ausschaltung der Meinungsfreiheit mit Schaum vorm Mund niedergebrüllt. Der Umgang des Establishments mit der ungehorsamen PEGIDA hat klar gemacht, dass die Abschaffung Deutschlands offenbar ein übergeordnetes Staatsziel ist. Wer aber steckt dahinter?

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