Rente mit 67
Stichtag für Altersteilzeit soll verschoben werden

Die Koalition will den Stichtag für Verträge zur Altersteilzeit entgegen dem Vorhaben von Bundesarbeitsminister Franz Müntefering nun doch bis zum Jahresende verschieben. Das könnte teuer werden, befürchten der SPD-Politiker und Finanzexperten.

HB BERLIN. SPD-Fraktionschef Peter Struck und sein Unionskollege Volker Kauder hätten sich am Mittwoch auf den 31.12. als Stichtag verständigt, sagte der Arbeitsmarktexperte der SPD-Fraktion, Klaus Brandner, am Mittwoch in Berlin. Es gehe darum, Menschen, die auf die bisherigen Regeln gesetzt hätten, Verlässlichkeit zu bieten. Dies sei sinnvoll, um Politik nicht aus blauem Dunst heraus zu machen, sondern „das Stichwort Vertrauen mit Leben zu erfüllen“.

Müntefering hatte als Stichtag ursprünglich den 29. November festlegen wollen. Der Stichtag, bis zu dem Verträge zur Altersteilzeit abgeschlossen werden können, ist Teil des Gesetzentwurfs für die „Rente mit 67“, über den das Bundeskabinett am Abend beraten wollte.

Bei dem Stichtag geht es um alle bis einschließlich 1954 Geborenen. Wenn sie vor dem Stichtag bereits verbindlich eine Vereinbarung auf Altersteilzeit abgeschlossen haben, sollen sie weiter mit 65 Jahren ohne Abschläge in Rente gehen können. Für alle übrigen soll die Altersgrenze von 2012 an schrittweise bis zum Jahr 2029 auf 67 steigen. Müntefering und Finanzexperten befürchten bei einem späteren Stichtag hohe Zusatzkosten, weil es nochmal einen Ansturm auf die Frührente geben könnte.



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