Rente
Nahles gegen Aufhebung der Beitragsgrenze für Gutverdiener

Arbeitsministerin Andrea Nahles lehnt eine Abschaffung der Renten-Beitragsgrenze für Besserverdiener ab. Damit stellt sie sich gegen einen Vorschlag von SPD-Generalsekretärin Katarina Barley.

BerlinArbeitsministerin Andrea Nahles lehnt eine Abschaffung der Renten-Beitragsgrenze für Besserverdiener ab und stellt sich damit gegen einen Vorschlag von SPD-Generalsekretärin Katarina Barley. „Der Vorschlag verschärft das Problem“, sagte Nahles am Sonntag in der ARD. Wer die Beitragsbemessungsgrenze abschaffe, erhöhe zwar die Einnahmen der Rentenkasse. Damit stiegen aber auch die Ansprüche der Zahler später bei der Rente.

„Wer mehr einzahlt, muss auch mehr rausbekommen.“ Wolle man höhere Einkommen stärker beteiligen, müsse vielmehr der Steuerzuschuss zur Rentenkasse steigen. Zum einen dürfe das Rentenniveau nicht zur Rutschbahn werden, zum anderen dürften die Beiträge nicht in die Höhe schießen, sagte die SPD-Politikerin.

Die große Koalition berät derzeit über Rentenreformen, die noch in dieser Wahlperiode umgesetzt werden könnten. Zugleich wollen sich die Parteien aber auch mit neuen Konzepten für den Bundestagswahlkampf rüsten. Kernproblem bleibt die Alterung der Gesellschaft, so dass immer weniger Jüngere für immer mehr Ältere die Rente finanzieren müssen.

Agentur
Reuters 
Thomson Reuters Deutschland GmbH / Nachrichtenagentur
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