Renten sollen um 0,6 Prozent steigen
Rentner entgehen weiterer Nullrunde

Nach drei Nullrunden in den vergangenen Jahren können die 20 Millionen Rentner zum 1. Juli 2007 mit einer leichten Erhöhung ihrer Ruhegelder um etwa 0,6 Prozent rechnen. Bereits 2008 und 2009 werden die Renten nach heutigem Stand aber erneut stagnieren. Dies geht nach Informationen des Handelsblatts aus der offiziellen Schätzung der Rentenversicherungen und der Bundesregierung hervor.

BERLIN. Demnach ist die für die Rentenanpassung maßgebliche Lohnsumme im vergangenen Jahr in Westdeutschland um 0,95 Prozent gestiegen. Dieser Zuwachs wird in der Rentenformel jedoch durch den Riester-Faktor um 0,6 Punkte gedämpft. Umgekehrt wirkte der so genannte Nachhaltigkeitsfaktor erstmals rentensteigernd, weil die Zahl der Erwerbstätigen stärker zunahm als die der Ruheständler.

Unter dem Strich errechnet sich so für Westdeutschland ein Plus von 0,6 Prozent, berichtet die Zeitung. In den neuen Bundesländern hätte sich aufgrund der schwachen wirtschaftlichen Entwicklung eigentlich eine geringere Anhebung ergeben. Doch sieht das Gesetz vor, dass die Renten im Osten mindestens so stark steigen müssen wie im Westen.

Sozialminister Franz Müntefering (SPD) hatte bereits in der vergangenen Woche erklärt, er „hoffe“, dass eine Rentenanhebung möglich sei. Die tatsächliche Erhöhung legt die Bundesregierung per Verordnung auf Basis der für Ende März erwarteten endgültigen Zahlen des Statistischen Bundesamtes zur Lohnentwicklung fest. Nach Informationen des Handelsblatts würde die Rentenanpassung die Rentenkassen 2007 mit etwa 600 Millionen Euro belasten.

Serviceangebote
Zur Startseite
-0%1%2%3%4%5%6%7%8%9%10%11%12%13%14%15%16%17%18%19%20%21%22%23%24%25%26%27%28%29%30%31%32%33%34%35%36%37%38%39%40%41%42%43%44%45%46%47%48%49%50%51%52%53%54%55%56%57%58%59%60%61%62%63%64%65%66%67%68%69%70%71%72%73%74%75%76%77%78%79%80%81%82%83%84%85%86%87%88%89%90%91%92%93%94%95%96%97%98%99%100%