Deutschland

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Rentenangleichung: Linke hält Merkel Wahlbetrug vor

Die Renten in West- und Ostdeutschland sollen angeglichen werden. Dem Vorsitzenden der Linkspartei geht das nicht schnell genug. Er erinnert die Kanzlerin an ein Wahlversprechen von 2009.

Die Renten fallen in Ost und West unterschiedlich aus. Quelle: dpa
Die Renten fallen in Ost und West unterschiedlich aus. Quelle: dpa

HamburgDie Linke hat der schwarz-gelben Regierungskoalition Wahlbetrug in der Rentenpolitik vorgeworfen. Anders als im Koalitionsvertrag vereinbart, gebe es in dieser Legislaturperiode offensichtlich keine Angleichung der Renten in Ost- und Westdeutschland, sagte der Linksparteivorsitzende Bernd Riexinger dem "Hamburger Abendblatt".

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Rentenpolitik

Riexinger sagte, Bundeskanzlerin Angela Merkel (CDU) habe 2009 auf dem Seniorentag eine Lösung für diese Legislaturperiode versprochen. "Seitdem wurde viel geredet, passiert ist nichts. Das ist Wahlbetrug", sagte Riexinger.

Die Lebensleistung der Menschen im Osten müsse endlich gerecht bewertet werden. "Wir wollen eine stufengleiche Angleichung an das Westniveau innerhalb der nächsten fünf Jahre", sagte Riexinger. "Wenn Merkel sich nicht bewegt, werden die Ostrenten Wahlkampfthema."

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  • 14.08.2012, 07:00 Uhrrokober

    Laut Riexinger: Die Lebensleistung der Menschen im Osten müsse endlich gerecht bewertet werden.

    Soll man da lachen oder weinen darüber?

    Blickt man sich an, was die Lebensleistung war der jetzigen Rentner, so müsste die Rente minimalistisch ausfallen in der Ex DDR! War doch ein Pleitestaat, der mit den finanziellen Mitteln aus Deutschland West zuerst mal saniert werden musste.

    Stand heute ist doch, daß die Lebenshaltungskosten in den neuen Bundesländern niedriger ist als in den alten Bundesländern, und damit eine Rentenangleichung von Ost an West ungerechtfertigte Vorteile für Ostrentner bringen würde.

  • 14.08.2012, 07:09 Uhruri125

    Wie schon bei dem Aufbau der Bundeswehr in den fünfzigern, wurde auch die Einheit mit Geld aus den Töpfen der Rentenkassen mitfinanziert. Schon beim umtausch der Währungen wurde 1:2 getauscht, statt wie angemessen 1:10.
    Da haben auch viele Westdeutsche, schnell noch mal Ostmark billig erworben , und sich die Taschen gefüllt.
    Im übrigen, was soll die Aufregung. Vor den Wahlen ist doch immer viel versprochen worden. Das war doch schon bei anderen Kanzlern so. Dies ist zwar keine Entschuldigung für Merkel, aber der Faktor vergesslichkeit wird doch immer wieder von Politikern erfolgreich eingesetzt.

  • 14.08.2012, 07:14 UhrFrank293

    Ich kann nur empfehlen sich die CD Plünderlandverschwörung mal anzuhören, dann würde diese typische Darstellung vom Pleitestaat DDR, eines der vielen Mythen der Geschichte, eine wesentliche Grundlage entzogen. So wie heute Menschen in China, Indien oder anderswo, natürlich unter Hilfestellung der örtlichen "Verbrecher" für die"Verbrecher" westlicher Länder zu Hungerlöhnen für den angeblichen "Fortschritt" arbeiten, so wurde in der DDR für Neckermann, Otto und Andere auf "Teufel komm raus" produziert. Die arrogante Art so über Lebensleistung zu schreiben zeigt das Unverständnis für wirtschaftliche Zusammenhänge. Weiter so, das polarisiert und irgendwann nehmen die Menschen den Knüppel.
    Vielen herzlichen Dank für so viel Dummheit und Arroganz

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