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Rentendebatte: IG Metall gibt Gabriels Rentenkonzept einen Korb

Wie soll es mit der Rente weitergehen? Die Parteien ringen um einen Konsens, doch Vorschläge wie jener von SPD-Chef Sigmar Gabriel stoßen selbst intern auch Skepsis. Nun gibt es auch von Seiten der Gewerkschaften Zunder.

Eine Rente mit 67 wäre mit der IG Metall nicht zu machen. Quelle: dpa
Eine Rente mit 67 wäre mit der IG Metall nicht zu machen. Quelle: dpa

BerlinDie IG-Metall lehnt zentrale Punkte des SPD-Rentenkonzepts ab. Der für Rentenpolitik zuständige Vorstand Hans-Jürgen Urban sagte der Onlineausgabe der "Bild"-Zeitung (BILD.de): "Es wäre für die IG-Metall nicht akzeptabel, wenn die SPD an der Rente mit 67 und an der Absenkung des Rentenniveaus auf 43 Prozent bis zum Jahr 2030 festhalten würde."

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Die Gewerkschaft werde das Konzept aber erst abschließend bewerten, wenn es im SPD-Vorstand zu Ende diskutiert worden sei, betonte Urban.

Rentenpolitik

Die SPD ist in der Frage tief gespalten. Daran konnte SPD-Chef Sigmar Gabriel mit seinem Rentenkonzept nichts ändern. Nach ersten Beratungen im Parteivorstand beharrten die SPD-Arbeitsgemeinschaft für Arbeitnehmerfragen (AfA) und andere am Montag auf der Forderung, die Absenkung des Rentenniveaus auf 43 Prozent eines Durchschnittslohns im Jahr 2030 zu stoppen.

Rentenkonzept Gabriel will Betriebsrenten stärken

Rentenniveau halten? Fehlanzeige. SPD-Chef Gabriel hat andere Pläne gegen Altersarmut.

Rentenkonzept: Gabriel will Betriebsrenten stärken

Gabriel lehnte dies wegen der damit verbundenen Milliardenkosten ebenso ab wie Fraktionschef Frank-Walter Steinmeier. Dieser warnte im Parteivorstand nach Angaben von Teilnehmern vor einem Verlust der Glaubwürdigkeit, wenn die SPD wie 1998 mit einem nicht haltbaren Versprechen in den Bundestagswahlkampf ginge.

Unterdessen hat sich der rheinland-pfälzische Ministerpräsident Kurt Beck (SPD) dafür ausgesprochen, das Rentenniveau auf nur 45 Prozent zu senken. Beck sagte der "Rhein-Zeitung", das von SPD-Chef Sigmar Gabriel vorgelegte Rentenkonzept gehe "in die richtige Richtung". Er halte allerdings das Absinken des Rentenniveaus auf 45 Prozent im Jahr 2030 für richtig, und nicht wie bislang vorgesehen ein Absinken auf 43 Prozent.

Beck sprach sich zugleich für "anständige Löhne" aus. "Wer nicht ordentlich bezahlt wird, zahlt zu wenig Rentenbeiträge ein", sagte der Mainzer Ministerpräsident. "Damit ist die Altersarmut so sicher wie das Amen in der Kirche." Auch das SPD-Konzept sieht die Einführung eines flächendeckenden Mindestlohns vor.

  • 11.09.2012, 15:50 UhrAufschrei

    ist nicht da einer schon von der ig metall abtrünnig geworden und hat die seite gewechseln. ich glaub, die nachtigal hör ick tapsen.

  • 11.09.2012, 01:48 Uhrherbert

    Jahrelang hört man nichts von den Gewerkschaften ! Diese haben es mit angesehen und unter Schröder geduldet, dass wir heute diese Diskussion haben.
    Den Gewerkschaftsboss Sommer mit sattem Gehalt sieht man fast nur auf VIP Bälle ansonsten ist es sehr still um ihn.

    In Frankreich würden die Strassen brennen bei solchen Rentenaussichten. Wo ist hier der Aufschrei ?
    Die von der Leyen will noch höher in die Politik und macht eine Showveranstaltung zu diesem ernsten Thema.
    Die SPD hat mit ihrer Agenda 2010 den Grundstein für Armut gelegt und jetzt tut sie so, als wenn sie nie etwas damit zutun hatte.

  • 11.09.2012, 00:38 UhrOnlyHuman

    Einmal ganz abgesehen vom Inhalt der Äußerung der IG Metall ...

    Ist die BILD-Zeitung außer für Politiker auch das Abo-Blatt für Kommentare der Gewerkschaften?

    Findet sich keine etwas niveau-vollere Zeitung?

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