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Renteneintrittsalter: SPD sucht Antwort auf die Rentenfrage

exklusiv Die SPD versucht mit einem groß angelegten Konzept, die Rente mit 67 zu verteidigen. Für den ehemaligen Parteivorsitzenden Franz Müntefering, vor einigen Jahren selbst an diesem Beschluss beteiligt, besteht weiterhin kein Zweifel: „Es ist richtig.“

Franz Müntefering: "Wir müssen das generelle Renteneintrittsalter anheben." Quelle: ap
Franz Müntefering: "Wir müssen das generelle Renteneintrittsalter anheben." Quelle: ap

DÜSSELDORF. Die SPD plant, Altersarmut über Steuerzuschüsse in die Rentenversicherung zu vermeiden und die private Pflegeversicherung und die gesetzlichen Pflegekassen zu einer Bürgerversicherung zusammenzuführen. "Rente mit 67 bedeutet, dass ab 2030 rund zwei Mio. Menschen mehr im erwerbsfähigen Alter sein werden", verteidigte der ehemalige Parteivorsitzende und Leiter der Arbeitsgruppe "Demografie" der SPD-Bundestagsfraktion, Franz Müntefering, die Reform. Dies sei aufgrund der demografischen Entwicklung zwingend, sagte er dem Handelsblatt. "Wir müssen das generelle Renteneintrittsalter anheben. Es ist richtig."

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Bis zu ihrem Parteitag Ende September will die SPD-Spitze um Parteichef Sigmar Gabriel ein Konzept vorlegen. "Wir brauchen eine Antwort auf die Rentenfrage", sagte die stellvertretende Parteivorsitzende, Manuela Schwesig, dem Handelsblatt. "Wer 40 oder 42 Jahre seines Lebens gearbeitet hat, der darf nicht im Alter in die Grundsicherung fallen", forderte Schwesig. Dies könne "kurzfristig über einen höheren Steuerzuschuss" gelöst werden. "Mittelfristig ist der richtige Weg der Mindestlohn für alle."

Dies unterstützt auch Parteivize Olaf Scholz. Das Finanzproblem der Rentenversicherung sei weitgehend gelöst, sagte er dem Handelsblatt. "Nun steht die Frage im Mittelpunkt, wie wir vermeiden, dass künftig zu viele im Alter auf öffentliche Hilfe angewiesen sind."

Müntefering warnte die Bundesregierung davor, die Pflegeversicherung zu privatisieren. "Da wird es richtig Krach geben", kündigte Müntefering an und plädierte dafür, die Rücklagen der privaten Pflegeversicherung in eine Bürgerversicherung einzubringen. "Dann würden privat und gesetzlich Versicherte gemeinsam einzahlen", sagte er. "Wenn wir zusammenlegen, kommen wir locker bis 2025 hin."

Auch der Deutsche Gewerkschaftsbund kündigte eigene Vorschläge an, um den Übergang in die Rente flexibler zu gestalten und Altersarmut zu vermeiden. "Für uns kann es aber nicht darum gehen, die Situation älterer Arbeitnehmer zu beschönigen. Ihre Chancen überhaupt das heutige Rentenalter von 65 Jahren in Beschäftigung zu erreichen, sind nach wie vor schlecht", sagte DGB-Sozialexperte Oliver Suchy dem Handelsblatt. "Deshalb kann es im November, wenn die Bundesregierung ihren Prüfbericht zu Rente mit 67 vorlegt, nur eine Schlussfolgerung geben: Die Rente mit 67 muss auf Eis gelegt werden."

  • 20.07.2010, 22:43 UhrAnonymer Benutzer: herbert ax

    Leute beschwert euch nicht!
    ihr wählt doch die Leute die euch bescheißen , oder?
    Das ist eine Mafia aus Politik bankern und Unternehmen.
    Damit wir unsere Nachbarschaft finanzieren können müssen wir eben mehr arbeiten. Aber wir dürfen nicht zu teuer sein der Profit stimmt sonst nicht.
    Es ist doch auch Sinnvoll das sauer verdiente Geld einer bank zu geben die das Geld dann im Ausland Griechenland USA Portugal Spanien investiert.
    Dafür bekommen wir dann bedrucktes Klopapier auf dem Zertifikat oder Schuldschein steht.
    Mit Klopapier wie ihr sicher wisst kann man sich im notfall den Anus abwischen, wie eben wenn es nicht mehr mit dem bezahlen klappt mit diesen Papieren.
    Es ist wie bei betriebsratswahlen
    Der bR verkauft uns an die Unternehmer, hilft beim beschiss mit der Leistungszulage und wird dafür bei der nächsten Wahl stärkste Fraktion.
    ich bin jetzt 60 , früher hatte ich das Gefühl 20% der Menschen sind bekloppt. Heute meine ich das höchstens noch 20% Normal sind.

  • 20.07.2010, 22:39 UhrAnonymer Benutzer: Politiker

    Rente mit 67 ist nur menschenverachtend. Man sehe das europäische Umfeld oder haben nur die Deutschen die Pflicht bis 67 zu arbeiten, weil die anderen bessere Menschen sind. Das Mehrgeld, welches dadurch erwirtschaftet bzw. gespart wird dient nur der Kriegsführung und Unterstützung der banker und sonstige unfähige Manager sowie Politiker. Diese Leute müssen ihren angerichteten Schaden selbst zahlen(auch Sippenhaftung wie bei Hartz iV) und wir können alle mit 25 in Rente gehen.

  • 20.07.2010, 22:27 UhrAnonymer Benutzer: Denkerist

    Mit 55 bekommt keiner mehr einen Job, egal welchen bildungsstand er hat. Dann kommt Hartz4. Das heisst, alles, was man sich aufgebaut hat muß man verkaufen, Erspartes verschleudern. Dann gibt es die Grundsicherung.

    Es ist Zeit, daß die Deutschen begreifen, daß dieser korrupte Staat nur die interessen der Reichen vertreten: Die sind es dann, die unser Erarbeitetes und Erspaartes bekommen.
    Wir müssen etwas tun, um die Enteignung im Alter zu verhindern.Und schimpfen und bitten wird nicht reichen.
    Die Rentenzahlung ab 67 ist falsch und unnötig, der Grun ist nur, daß sich die Reichen und besserbekommenden auf unsere Kosten immer mehr die Taschen füllen. Hier ist anzusetzen,

    Wo Unrecht zu Recht wird, wird Widerstand zur Pflicht! b.

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