Rentenerhöhung: Rentner im Osten holen auf

Rentenerhöhung
Rentner im Osten holen auf

Eine deutliche Rentensteigerung im Osten Deutschlands steht einer Quasi-Nullrunde im Westen gegenüber. Das liegt vor allem an der unterschiedlichen Lohnsteigerung. Damit nährt sich das Ost-Rentenniveau dem Westen an.
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Am 1. Juli gibt es Post von der Rentenversicherung. Die etwa vier Millionen Rentner, die dann den Bescheid aus einem Briefkasten im Osten der Republik holen werden, dürfen sich freuen. Ihnen steht die kräftigste Rentenerhöhung seit mehr als 1997 ins Haus: 3,29 Prozent mehr Geld bekommen sie in diesem Jahr. Ihre 16 Millionen Altersgenossen in den westlichen Bundesländern hingegen gehen beinahe leer aus. Die Erhöhung von 0,25 Prozent fällt noch niedriger aus, als ohnehin erwartet wurde. Damit nähert sie das Niveaus der Renten in Ost und West an. „Der Osten holt auf“, sagte Bundesarbeitsministerin Ursula von der Leyen.

„Dass der Unterschied so deutlich ausfällt, ist tatsächlich eine Überraschung“, sagt Wolfgang Nagl, Rentenexperte des Ifo-Instituts. Der Grund für die Differenz ist laut Bundesministerium, dass auch die Löhne in den neuen Bundesländern stärker gestiegen sind als im Westen. Die Brutto-Löhne sind eng mit der Höhe der Rente verknüpft. Schließlich finanzieren die Beitragszahler zum größten Teil die Rente und deren Beiträge wiederrum sind von den Löhnen abhängig.

Deutschland

Höhe der durchschnittlichen Haushaltsnettoeinkommen von über 65-Jährigen

in Euro pro Monat


„Die Rentenerhöhung wird von drei Faktoren bestimmt“, sagt Nagl. „Der Lohnsteigerung, dem Beitragsfaktor und dem Nachhaltigkeitsfaktor“. Die Entwicklung der Löhne wird für den östlichen und westlichen Teil Deutschlands separat erhoben. Daraus folgt: „Wenn die Löhne im Osten deutlich stärker steigen als im Westen, müssen auch die Renten im Osten stärker steigen.“ Für das gesamte Bundesgebiet schätzen Forscher die Lohnsteigerung auf mehr als zwei Prozent. Woran die unterschiedliche Steigerung liege, darüber könne man vorerst nur spekulieren, so Nagl. Möglicherweise hänge es damit zusammen, dass die Wirtschaft im Westen exportorientierter sei und dementsprechend auch mehr Probleme mit der Euro-Krise habe.

Die anderen beiden Komponenten werden deutschlandweit berechnet. „Der Nachhaltigkeitsfaktor ist das Verhältnis zwischen Rentenempfängern und Beitragszahlern“, sagt Nagl. Wenn immer mehr Rentner von immer weniger Arbeitnehmern bezahlt werden müssen, wirke sich das natürlich dämpfend auf die Renten aus. „Das ist aber eher eine langfristige Entwicklung, die sich in diesem Jahr eher weniger ausgewirkt haben dürfte.“

Kommentare zu " Rentenerhöhung: Rentner im Osten holen auf"

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  • Heinz, 20.3.2013, 13.40 h: Sie sprechen mir aus dem Herzen!!!!!, dass Ostrenter, die vor 1989 nichts eingezahlt haben, nicht aus "unserem" Rententopf bedient werden sollten. Eine Westrentenerhöhung mit 4 € lohnt den Verwaltungsaufwand nicht, das ist lächerlich und Geldverschwendung.

  • Die Eltern sagten: "Kind, Du musst immer fleißig arbeiten, dann hast du eine schöne Altersrente und Dein Auskommen." Pustekuchen. Ich habe 12 Stunden täglich im Galopp gearbeitet unter Verlust meiner Gesundheit und des Privatlebens und komme jetzt man gerade über die Runden. Nix schönes Leben!!! Hätte ich das gewusst, so häte ich mir einen "kleinen Job" gesucht mit weniger Einkommen und wäre jetzt frisch, um mit der gesetzl. Rente und einem Nebenverdienst gut auszukommen.

  • Wie blöd müssen Rentner sein,die die CDU oder CSU wählen.
    Eine REnten-Null-Runde nach der anderen. Und trotzdem wählen diese Leute die "C" Parteien.

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