Rentenpläne
Junge Union macht Front gegen von der Leyen

In der eigenen Partei stößt die Arbeitsministerin mit ihren Reformen bei der Rente auf heftigen Widerstand. Jungpolitiker sprachen sich gegen die Zuschussrente aus. Sie befürchten eine Überlastung der jungen Generation.
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Berlin/ MünchenDie Pläne von Bundesarbeitsministerin Ursula von der Leyen (CDU) für Reformen bei der Rente stoßen in der eigenen Partei auf heftigen Widerstand. Junge-Union-Chef Philipp Mißfelder widersprach in der "Bild am Sonntag" ("BamS") der geplanten Aufstockung der Renten von Geringverdienern: "Eine weitere Ausweitung von Sozialleistungen zulasten künftiger Generationen lehnen wir ab."

Die sogenannte Junge Gruppe in der Unions-Bundestagsfraktion spricht sich auch in einem Positionspapier gegen die Zuschussrente aus. Diese verletze das Leistungsprinzip, sagte dessen Verfasser, der CDU-Abgeordnete Jens Spahn, der "Bild am Sonntag". "Wer sich über Jahrzehnte eine Rente von 1000 Euro erworben hat, der schaut mit der Zuschussrente in die Röhre." Auch die FDP bekräftigte ihre Skepsis an den Plänen: "Es kann keine Umverteilung zulasten von Arbeitnehmern geben, die ständig ihre Rentenbeiträge gezahlt haben", sagte Generalsekretär Patrick Döring dem Blatt.

Die jungen Unions-Abgeordneten kritisieren laut "Welt am Sonntag" auch die 2013 geplante Senkung des Rentenbeitragssatzes von 19,6 auf 19 Prozent. Ein Teil dieses Spielraums sollte genutzt werden, um die Rücklagen zu erhöhen. "Wir brauchen dieses Polster, um die Beiträge zur Rentenversicherung auch für künftige Beitragszahler bezahlbar zu halten", heißt es demnach in dem Positionspapier.

Von der Leyen will mit der Zuschussrente die Altersbezüge von Geringverdienern auf bis zu 850 Euro aufstocken. Voraussetzung sind den bisherigen Plänen zufolge zunächst 30 Beitragsjahre, eingerechnet werden dabei auch Wehr-, Zivil- oder Freiwilligendienst. Weiteres Erfordernis sind 40 "Versicherungsjahre". Darunter sollen Ausbildung, Studium oder Arbeitslosigkeit fallen.

 

afp 
AFP news agency (Agence France-Presse) / Nachrichtenagentur

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