Rentenpolitik
Angleichung in Ost und West kommt kaum voran

Die Koalition hat eine Ost-West-Angleichung bei der Rente per Gesetz beschlossen, doch diese kommt kaum voran. Ohne zusätzliche Milliarden dürfte eine Angleichung auch künftig nicht gelingen.
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Würzburg25 Jahre nach dem Fall der Mauer kommt die angestrebte Rentenangleichung in Ost- und Westdeutschland nur schleppend voran. Ohne Einschnitte für viele Rentner im Osten oder zusätzliche Milliardensummen dürfte sie kaum gelingen. Das machte die Deutsche Rentenversicherung Bund am Mittwoch bei einer Veranstaltung in Würzburg deutlich. Präsident Axel Reimann mahnte die Bundesregierung zu klaren Aussagen, wie die Rentenangleichung erreicht werden soll: „Das Ziel ist nicht klar beschrieben.“

Zwar sehe der schwarz-rote Koalitionsvertrag eine völlige Angleichung der Rentenwerte zum Ende des Solidarpakts 2019 vor. Doch dies dürfte kaum automatisch durch eine weitere Angleichung der Löhne geschehen. Eine Angleichung des für die Rente zentralen Lohnniveaus in Ost- und Westdeutschland sei demnächst nicht zu erwarten. Deshalb müsse geklärt werden, ob die für die Rente maßgeblichen Rechengrößen tatsächlich angeglichen und wie gegebenenfalls zusätzliche Kosten geschultert werden sollen.

Derzeit liegt die Standardrente im Osten mit rund 1188 Euro um 100 Euro unter jener im Westen von 1287 Euro. Der Rentenwert – also quasi die monatliche Rente für ein Jahr Beschäftigung mit Durchschnittsentgelt – beträgt im Westen 28,61 Euro, im Osten 26,39 Euro. Um den Nachteil auszugleichen, werden die Ostlöhne und -gehälter für die Rente aufgewertet, derzeit um 18,73 Prozent. Reimann wies darauf hin, dass die Aufwertung auch dazu führt, dass ein Ost-Beschäftigter bei gleichem Einkommen bei der Rente besser dasteht als einer im Westen.

dpa 
dpa Deutsche Presse-Agentur GmbH / Nachrichtenagentur

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