Deutschland

Diskussion: Kommentare zu: Gabriel droht mit Aus für Rente ab 67

Karikatur eines Community-Trolls

Liebe Leserinnen und Leser,

kennen Sie Trolle? Das sind Unholde, die nichts Gutes im Schilde führen. Internet-Trolle gibt es auch. Das sind solche, die „Beiträge verfassen und sich darin auf die Provokation anderer Gesprächsteilnehmer beschränken“, heißt es in den einschlägigen Definitionen. Solche Provokationen würgen eine Diskussion ab. Internet-Trolle sind also Menschen, die wir in unserer Handelsblatt-Online-Community nicht brauchen. Was wir gut finden, sind Kommentatoren. Gerne solche, die auf den Punkt kommen - von uns aus kurz und schmerzhaft.
Am meisten freuen wir uns, wenn Sie zu Ihrer Meinung mit Ihrem Namen stehen. Wir möchten wissen, mit wem wir diskutieren, und Sie haben ein Recht zu wissen, mit wem Sie sich auseinandersetzen. Wir glauben, dass es zu einem fairen Umgang miteinander im Netz gehört, sich offen gegenüberzutreten.

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  • 20.10.2012, 04:35 Uhritstk

    Gabriel:"Wenn die Unternehmen weiterhin öffentlich über Fachkräftemangel klagen, aber die über 60-Jährigen aus dem Betrieb drängen, dann wird man die Lebensarbeitszeit nicht einfach heraufsetzen können[Punkt]"

    Die Lebensarbeitszeit IST BEREITS heraufgesetzt. Was zeigt uns dieser Satz des ehrenwerten Herrn?

    Variante 1:
    Herr Gabriel hat vor lauter Nachzählen seiner mickerigen Diäten und vergleichsweise horrenden Nebeneinkünfte die rentenpolitische Entwicklung der letzten Jahre seines Mandats komplett verpennt. Ist ja auch einigermaßen schwer, als Politiker mandatserfüllend über die Sorgen und Nöte des Zahlviehs informiert zu bleiben.

    Variante 2:
    Der Herr hat sich verplappert. Und plant tatsächlich eine AUSWEITUNG der Rentenkürzungen bei einer vorzeitigen Inanspruchnahme der Regelaltersrente. Schließlich ist ja auch jeder selbst schuld, wenn er vor seinem Ableben ums Verrecken keinen Job mehr findet. Genau wie ja auch jeder selbst schuld ist, der unverschuldet in Not gerät. Grundvoraussetzung für HartzIV.

    Irgendwo muß die Kohle für den auch von ihm ermächtigten ESM ja herkommen.

  • 20.10.2012, 07:51 UhrMichael

    SPD-Chef Sigmar Gabriel erwägt, im Fall einer Regierungsübernahme der SPD 2013 die Rente mit 67 außer Kraft zu setzen."

    Den Bundestagswahlkampf 1998 mit Gerhard Schröder betrieb die SPD ein abgebrühtes politischen Täuschungsmanöver, unter dem Motto „gegen den Kohlschen Sozialabbau“; Gerhard Schröder wetterte gegen die von der Regierung Kohl beschlossene Rentenkürzung in Gestalt des Blümschen Demografiefaktors als „unanständig“. Ein umfassender Wortbruch folgte. Mit der Agenda 2010 würde unter Rot-Grün ein Lohn- und Sozialabbau eingeleitet, zu dessen Ausmaß und Härte eine CDU-Regierung nicht in der Lage gewesen wäre, sagt der DGB.

  • 20.10.2012, 09:46 UhrVicario

    SPD und Gabriel bedeuten :
    - Rente mit 67 : Das ist eine Rentenkürzug, kein Mensch geht mit 67 in Rente
    - Ausbeutung durch Leihfirmen
    - Ausbeutung der über 50-Jährigen, die auf der Straße sind, keinen Anspruch auf Harz IV haben, zumal durch
    ihre Lebensleistung über finanziellen Reserven verfügen ( meistens Immobilien ) .
    - Armut in Rente
    - Aussichtslosigkeit für die Jugend
    - Zerfall der gesellschaftlichen Werte
    - Flächendeckender Lug und Betrug
    - Dilettantismus in Verwaltungs- und Regierungsstrukturen
    - Filz
    - Verschwendung von Steuergeldern
    Wie kann man so etwas wollen und wählen ? Unfassbar !!!!

    • 20.10.2012, 10:33 Uhrschmalli

      Das gleiche hätten Sie auch über die CDU/CSU und die FDP schreiben können -ist schon erstaunlich, wie blind manche Menschen sind, denn das ist doch seit Jahren schon Realität. Ihr Kommentar zu @ Neptun war nicht unrichtig.

  • 20.10.2012, 10:08 UhrNeptun

    Ich sag nur wer die Sozialdemokraten wählt, der hat nicht alle Tassen im Schrank. Früher war ich so dumm und hab sie gewählt. Diese Dummheit wird mir nie wieder passieren. Sozialdemokratie ist heute nicht mehr eine Partei der sozialen Gerechtigkeit, sondern sie ist zu einer neoliberalen Partei -und Ideologieträger geworden. Heute stehen exakt die selben Personen, die Schröders Weg gestaltet haben wieder am Start. Dann lieber bei Frau Merkel bleiben. ESM, Eurobonds, Sozialabbau... SPD wird alles noch mehr verschlimmern, nicht bessern. Man erinnert sich wie Herr Steinbrück damals die Mehrwertsteuer um satte 3% erhöhte. Steuererhöhung und übertriebene Europa-Romantik mit gleichzeitiger Sozialabbau in Deutschland sind die wesentlichen Merkmale der heutigen SPD. Wenn die Menschen in Deutschland schlau sind, werden sie die große Koalition verhindern, in dem sie der SPD ihre Stimme nicht schenken, denn eine schwache SPD wird niemals eine große Koalition eingehen wollen.

    • 20.10.2012, 10:17 UhrVicario

      @ Neptun
      Wahl 13 : Zur Wahl gehen, Initiative zeigen ! Stimme nicht abgeben, sondern einsetzen und protestieren ! Nicht in die Urne (weg)werfen für korrupte, pseudodemokratische Blockparteien CDU,SPD,FDP,GRÜNE,LINKE ! Alles andere ist besser und wählbar ! Wer nicht wählt, der wählt die Nomenklatura ! Zur Auswahl werden stehen : Die Autopartei, die Anti - € - Partei, die Anti - EU-Partei, die Schöne-Straßen-Partei, die Gerechtigkeitspartei, die Piraten, die Panther, die Weisen, die Freien Wähler, usw. Diesen Parteien muss man über 5 % helfen, damit sie der Nomenklatura einheizen können !

    • 20.10.2012, 13:08 Uhrmargrit117888

      Neptun
      SPD und CDU sind doch in Wahrheit längst eine Partei.
      Merkel hat sich doch gefreut, dass Schröder die Vorarbeit geleistet hat und macht doch seine Politik des Sozialabbaus und der Deutschland-Vernichtung noch um Längen schlimmer weiter.
      aber für die Öffentlichkeit ist Mutti ja so lieb.
      Beide Parteien sind nicht mehr wählbar.
      Es gibt noch die Wahlaterntive 2013.
      Unterstützen wir alle diese Partei, damit endlich mal frischer Wind in den Bundestag kommt

  • 20.10.2012, 10:27 Uhrfeder24

    Zitat:..Aus für Rente ab 67..
    Ist das die Lösung?
    Und wer kümmert sich um die Rentner , die älter als 67 sind?

  • 20.10.2012, 10:34 UhrHinnerk

    Wer einmal lügt, dem traut man nicht. Stichwort Agenda 2010: Die Sozialdemokratie in Form des ehemals ehrwürdigen Vereins SPD hat sich dank der geldgeilen Karrieristen Schröder,Steinbrück, Eichel, Hartz, Asmussen, Müntefering und Konsorten derart korrumpiert, dass dem asozialen Raubtierkapitalismus und Finanzkapitalmarktterror durch gezielte Deregulierung unter ihrer Ägide Tür und Tor geöffnet wurde.
    Soll die SPD doch in ihrem eigen geschaffenen Sumpf verrecken. Wie hieß es so schön in den zwanziger Jahren des letzten Jahrhunderts: Wer hat uns verraten? - Die Sozialdemokraten !!

  • 20.10.2012, 10:43 Uhrxyz

    viel wichtiger wäre es, dass Rentenniveau bei dem jetztigen Stand zu konservieren und nicht auf 43% abzusenken. Sonst hat DE bald das niedrigste Rentenniveau der gesamten OECD inkl. USA.

    der Rentenbeitragssatz könnte ruhig paritätisch auf ca. 4% steigen --- das wäre kein Problem - stattdessen soll auf die 4% vom Jahresbrutto Riester verzichtet werden, die der Arbeitnehmer allein zahlt.

    anstelle von Riester könnte man wie die Schweden einen Staatsfond für Rente auflegen mit einem diversifizierten Portfolio, evtl. unter Berücksichtigung ethisch korrekter Investments. Dann würde das Geld wenigstens im System verbleiben und nicht noch Versicherungen soviel Gebühren kassieren und Provisionen. Auch könnte man da eine Betriebsrente mit einbauen und das Geld könnte mit in den Fonds und jeder bekommt dann ein persönliches Fondskonto, der zusätzlich noch was einzahlt.

    Riester schadet momentan teilweise auch Geringverdienern und Armutsrentnern und ist damit eine Fehlallokation.

    außerdem müsste man nicht nur Arbeitseinkommen, sondern auch mal andere Einkünfte zur Finanzierung von Sozialausgaben heranziehen, allein schon wegen der schlechten Lohnentwicklung in DE ist das dringend geboten, damit die Einnahmen nicht kollabieren. Außerdem ist es ungerecht, wenn Arbeitnehmer die einzigen Zahler des Sozialstaats sind - und dann mit stagnierenden bis sinkenden Einkommen.

    Rente mit 67 wird nur realistisch, wenn man Teilzeit arbeiten kann. Z.B. sollte jeder ab 60 dann den Rechtsanspruch auf Teilzeit voll durchsetzen können. Außerdem müssten Arbeitgeber da flexibler werden. Eine Krankenschwester ü60 kann eben nicht mehr schwer heben und tragen, die muss mehr ins "Backoffice" sozusagen.
    Da Teilzeit aber gleichzeitig Rentenansprüche absenkt sollte man sich angesichts der Automatisierung und Rationalisierung eh überlegen, ob man das System nicht wie in den Niederlanden stärker von Vollzeiterwerbstätigkeit entkoppelt!!!




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