Rentenreform
Politiker fordern Quote für über 60-Jährige

Mitglieder von CDU und SPD setzen sich für eine Mindestanzahl älterer Arbeitnehmer in Unternehmen ein, um Negativfolgen der Rente mit 67 zu begrenzen. Ansonst drohten Rentenkürzungen.
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BerlinPolitiker von CDU und SPD sowie Gewerkschafter haben die Einführung einer Mindestquote für die Beschäftigung älterer Arbeitnehmer gefordert, um mögliche Kürzungen der Alterseinkommen als Folge der Rente mit 67 abzumildern. CDU-Bundesvorstandsmitglied Otto Wulff, der zugleich Chef der Senioren-Union ist, sagte „Bild.de“, er sei zwar grundsätzlich für die Rente mit 67, aber im Ergebnis dürfe dabei „kein Rentenkürzungsprogramm herauskommen.“ Das wäre nach Ansicht des CDU-Politikers dann der Fall, „wenn es nicht genügend adäquate Beschäftigungsmöglichkeiten für ältere Arbeitnehmer gibt.“ Wulff schlug in der „Bild“-Zeitung (Mittwochausgabe) vor: „Die Wirtschaft muss über eine Quote verpflichtet werden, eine bestimmte Zahl von geeigneten Arbeitsplätzen für über 60jährige vorzuhalten.“

Auch SPD-Sozialexperte Ottmar Schreiner sprach sich für eine solche Quote aus. Es müsse sichergestellt sein, „dass mindestens die Hälfte der über 60jährigen in sozialversicherungspflichtigen Beschäftigungsverhältnissen sind. Alles andere würde für die meisten älteren Arbeitnehmer eine Rentenkürzung bedeuten.“ Außerdem verlangte der SPD-Sozialexperte „viel mehr altersgerechte Arbeitsplätze.“ Franz-Josef Möllenberg, Chef der Gewerkschaft Nahrung-Genuss-Gaststätten, meinte laut „Bild“: „Eine Oma- und Opa-Quote, die sich an der Zahl der sozialversicherungspflichtigen Beschäftigungen orientiert, könnte helfen, Altersarmut zu verhindern.“

Agentur
dpa 
dpa Deutsche Presse-Agentur GmbH / Nachrichtenagentur

Kommentare zu " Rentenreform: Politiker fordern Quote für über 60-Jährige"

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  • Nicht die Spaßgesellschaft muß zurückgefahren werden.

    Die Giergesellschaft muß abgeschafft werden.

    Die Schere zwischen arm und reich ist auch hier das Problem. Wer arbeitet muß ordentlich verdienen und sich Kinder leisten können.
    Finanzverbrecher brauchen wir nicht.

  • Wer kann sich heute noch Kinder leisten, wenn er einen Job hat? Bei der geforderten Flexibilität bleibt für Kinder kein Platz.
    Außerdem hat die übertriebene Emanzipation dazu geführt, dass Karrierefrauen besser angesehen sind, als Mütter die Kinder erziehen. Und nach den Kindern ist dann nichts mehr mit Beruf.
    Es muss wahrscheinlich so sein, dass sich eine nur auf Gier nach Geld ausgerichtete Gesellschaft selbst ausrottet.

    Nicht die H4er oder Penner sind Schuld, sondern die, die sie dazu machen.

    Und was wir mit Ländern machen, bei denen Eltern noch die Achtung der Gesellschaft hatten sehen wir in Griechenland, Italien, Spanien usw.

  • Wir gehen mit Riesenschritten in eine neue DDR.
    Der Staat regelt alles.
    Merkel und die ehemaligen SED-Kader, die auch jetzt wieder in Amt und Würden sind, haben beste Vorarbeit geleistet.
    Würden bei uns die Menschen wieder zu normalen guten Löhnen beschäftigt, hätte der eine oder andere wohl auch wieder Kinder.
    Aber wenn junge Leute nicht wissen, ob sie morgen noch einen Job haben, müßten sie ja mit Klammerbeutel gepudert sein, wenn sie Kinder in die Welt setzen.
    Hinzu kommt, dass die Spaßgesellschaft vielleicht mal ein bißchen zurück gefahren werden muß
    Unsere junge Generation weiß doch gar nicht mehr, was Ernsthaftigkeit ist. Fängt doch in den Schulen an, Schule ist doch nur noch eine lästige Unterbrechung des Spaßtages
    Sie kennen doch nur "ich will haben und ich will Spaß"
    Und würde der Staat nicht ständig seine Dreckfinger in usnre Rentenkasse stecken, wäre da auch genug Geld drin

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