Rentenversicherung
Beitragssatz kann auf 19,2 Prozent sinken

Für das Jahr 2012 könnte laut einer aktuellen Finanzschätzung der Deutschen Rentenversicherung Bund der Beitragssatz zur Rentenversicherung auf 19,2 Prozent sinken. In diesem Jahr wird mit einem Haushaltsüberschuss von 3,5 Milliarden Euro gerechnet.

HB BERLIN/MÜNSTER. Bereits 2011 könnte der Beitragssatz zur Rentenversicherung erstmals wieder sinken: Von derzeit 19,9 Prozent auf zunächst 19,7 Prozent. Darauf wies der Vorstandsvorsitzende der Deutschen Rentenversicherung Bund, Alexander Gunkel, am Mittwoch einer Mitteilung zufolge auf der Vertreterversammlung in Münster hin.

Die Beitragssatzsenkung sei - trotz der außerplanmäßigen Erhöhung der Renten in diesem und im nächsten Jahr - aufgrund der günstigen Finanzentwicklung möglich. Für 2008 rechnet Gunkel mit einem Anstieg der Einnahmen aus Pflichtbeiträgen um vier Prozent.

Dank der guten Wirtschaftsentwicklung erwartet die Deutsche Rentenversicherung in diesem Jahr einen Haushaltsüberschuss von 3,5 Milliarden Euro. Damit erhöhten sich die Rücklagen nach den Berechnungen des Schätzerkreises von gut 0,7 auf 0,95 Monatsausgaben.

Die Mehrbelastungen durch das Aussetzen des Riesterfaktors - er soll in diesem und im kommenden Jahr höhere Rentenanpassungen als geplant ermöglichen - bezifferte er auf 2,1 Milliarden Euro im Jahr 2009 und auf 2,9 Milliarden Euro in den Folgejahren.

Gleichwohl sei bis Ende 2011 einem weiteren Anwachsen der Finanzreserven auf über 1,5 Monatsausgaben zu rechnen. Das wäre doppelt so viel wie Ende 2007, als die Rücklagen der Rentenkassen rund 11,5 Milliarden Euro oder 72 Prozent einer Monatsausgabe betrugen.

"Altersarmut stellt heute in Deutschland objektiv kein drängendes gesellschaftliches Problem dar", betonte unterdessen der Präsident der Deutschen Rentenversicherung Bund, Herbert Rische. Der Anteil der Bezieher von bedürftigkeitsorientierten Fürsorgeleistungen unter den älteren Menschen ist nach Risches Worten derzeit erheblich niedriger als im allgemeinen Bevölkerungsdurchschnitt.

"Nicht etwa ältere Menschen, sondern Langzeitarbeitslose, Familien mit mehreren Kindern und insbesondere auch Alleinerziehende sind heute diejenigen Bevölkerungsgruppen, die in besonders starkem Maße von Armut betroffen sind", sagte Rische.

Serviceangebote
Zur Startseite
-0%1%2%3%4%5%6%7%8%9%10%11%12%13%14%15%16%17%18%19%20%21%22%23%24%25%26%27%28%29%30%31%32%33%34%35%36%37%38%39%40%41%42%43%44%45%46%47%48%49%50%51%52%53%54%55%56%57%58%59%60%61%62%63%64%65%66%67%68%69%70%71%72%73%74%75%76%77%78%79%80%81%82%83%84%85%86%87%88%89%90%91%92%93%94%95%96%97%98%99%100%