Rentenversicherung Grüne wollen Selbstständige einbinden

In die Diskussion um die Rentenversicherung für Selbstständige haben sich jetzt auch die Grünen eingeschaltet. Sie fordern eine Einzahlungspflicht ins gesetzliche System.
69 Kommentare
Die Deutsche Rentenversicherung soll neue Beitragszahler bekommen. Die Grünen wollen auch Selbstständige als Zahler einbinden. Quelle: dpa

Die Deutsche Rentenversicherung soll neue Beitragszahler bekommen. Die Grünen wollen auch Selbstständige als Zahler einbinden.

(Foto: dpa)

BerlinIn die Diskussion um die Rentenversicherung für Selbstständige haben sich jetzt auch die Grünen eingeschaltet. Sie fordern eine Einzahlungspflicht ins gesetzliche System.
Auch Selbstständige sollten nach Ansicht der Grünen Beiträge in die gesetzliche Rentenversicherung einzahlen, um sich vor Altersarmut zu schützen. Der Rentenexperte der Bundestagsfraktion, Wolfgang Strengmann-Kuhn, sagte am Samstag dem Deutschlandradio Kultur, es sei überfällig, die Rente auf die Zukunft einzustellen. Er begrüßte den Vorstoß aus der Union für eine Grundabsicherung der Selbstständigen.

Allerdings gingen die Grünen noch weiter. „Wir braucheneigentlich auch für die Rente so etwas wie eine Bürgerversicherung, wo alle einzahlen“. Über eine private Rentenvorsorge sei etwa die Erwerbsminderung nicht abgesichert. „Es kann sein, dass Menschenprivat vorsorgen und trotzdem in der Grundsicherung landen“, sagte Strengmann-Kuhn.

Eine Grundabsicherung für Freiberufler hatte der sozialpolitische Sprecher der Unions-Fraktion, Peter Weiß (CDU), vorgeschlagen. Er machte aber klar, dass er keine Bürgerversicherung anstrebt.

  • dapd
Startseite

69 Kommentare zu "Rentenversicherung: Grüne wollen Selbstständige einbinden"

Das Kommentieren dieses Artikels wurde deaktiviert.

  • JA, die BRD machts möglich. Selber Pleitegeier und andere mitziehen.
    Antideutsch. Nichtregierungsorganisation, wie man in der uN.org Seite nachlesen kann.

    mannnn, mannnn, mannn

  • Der "kleine Selbständige" ist doch ein "Vorzeige-Bürger" der sich den Großteil seines Lebens am Existenzminimum abmüht ohne dabei der Gesellschaft zur Last fallen zu wollen! Diesem dann vorzuwerfen dass er sich keine Altersvorsorge aufbauen konnte ist wirklich daneben. Hätte er es gekonnt, dann hätte er es getan.

    Muss er in Zukunft noch Pflichtbeiträge zahlen ist er sofort Pleite und rutscht in die Sozialhilfe ab. Das kann ja wirklich nicht Sinn der Sache sein.

    Übrigens glaube ich nicht an das Märchen vom Gutverdiener der absichtlich keinerlei Vorsorge trifft um nachher auf Staatskosten leben zu können. Sowas geht nur durch 100%igen Konsum mit dem Wunsch auf Armut in der Zukunft. Das wären für mich klare Symptome einer psychischen Erkrankung.

  • Das Rentensystem scheitert an was ganz anderem: nämlich am vorher eintretenden Staatsbankrott. Wer heute die Augen aufmacht muss erkennen dass heute die beste Vorsorge die eigenen Kinder sind!

  • Der kleine Freiberufler der schon jetzt keine Geld für die Altersvorsorge zur Seite legen kann, wäre mit gesetzlicher Pflichtabgabe dann ja eh sofort Pleite ;)

    Diese Gruppe drängt man damit eigentlich bloß in die Arbeitslosigkeit zurück oder eben wieder in die Nicht-Selbständigkeit.

  • Ich halte das für einen Fehler. Die gesetzliche Rentenversicherung kann niemals den Ansprüchen eines Selbständigen entsprechen. In der Gründungsphase (erste 3 Jahre) benötigt ein Selbständiger z.B. jeden Cent für die Liquiditätssicherung. Dazu müssen Rücklagen für evtl. Krankheitszeiten aufgebaut werden. Selbständige beginnen mit der Altersvorsorge in der Regel erst dann wenn es für sie wirtschaftlich vernünftig ist. Eine gesetzliche Pflichtversicherung kann diese nötige Flexibilität einfach nicht bieten.

  • Und außerdem:

    Weg mit der privaten Krankenversicherung für die Beamten, versüßt durch die satte "Beihilfe".
    Warum müssen Beamte "Edel-Patienten" sein? Weil die meisten Abgeordneten Beamte sind? Ach ja, darum. Alles klar.

  • Guter Kommentar, SchoeneZeit!
    Es ist auch an Zynismus kaum zu überbieten, wenn von den Politikern behauptet wird, damit würden Freiberufler vor Altersarmut geschützt: das in die Rentenversicherung eingezahlte Geld wird den Eurostaaten billigst für ihre Anleihen zur Verfügung gestellt und dann weginflationiert!
    Jetzt muss man nur noch einen Weg finden, um die Klientel der FDP (Ärzte, Juristen...) davon auszunehmen (z.B. mind. ein sozialversicherungspflichtiger Vollzeitangestellter), dann kann der Grossteil der kleinen Freiberufler ausgenommen werden.

  • Das Problem ist, dass das Rentensystem scheitert, weil wir demographisch schrumpfen. Die Auszahlung ist also NULL. Das ist das Problem.

  • Der Benutzer Muunoy schrieb:

    Eingezahlt wurden 122 TausendEUR !
    nicht 122 Euro im Monat.....

    Und für 122 000 Euro sind 639 Euro im Monat echt mickrig.

  • Denn Begriff "Schweine" verbitte ich mir. Solch ein Verhalten ist im Tierreich nicht zu beobachten. "Mensch" wäre ein angemessenes Schimpfwort.

Alle Kommentare lesen
Serviceangebote
Zur Startseite
-0%1%2%3%4%5%6%7%8%9%10%11%12%13%14%15%16%17%18%19%20%21%22%23%24%25%26%27%28%29%30%31%32%33%34%35%36%37%38%39%40%41%42%43%44%45%46%47%48%49%50%51%52%53%54%55%56%57%58%59%60%61%62%63%64%65%66%67%68%69%70%71%72%73%74%75%76%77%78%79%80%81%82%83%84%85%86%87%88%89%90%91%92%93%94%95%96%97%98%99%100%