Repräsentative Umfrage
Topmanager setzen auf Rüttgers

Führungskräfte der deutschen Wirtschaft sprechen sich kurz vor der Landtagswahl in Nordrhein-Westfalen am 22. Mai klar für den CDU-Spitzenkandidaten Jürgen Rüttgers als neuen Ministerpräsidenten aus.

HB DÜSSELDORF. Nach einer repräsentativen Umfrage des Psephos-Instituts im Auftrag des Handelsblatts und der Unternehmensberatung Droege & Comp wünschen sich 66 % der Manager Rüttgers als Regierungschef. Für SPD-Amtsinhaber Peer Steinbrück sprechen sich dagegen nur 22 Prozent aus. Bei der Umfrage wurden Ende April bis Anfang Mai 857 Führungskräfte telefonisch befragt.

CDU-Kandidat Rüttgers konnte damit seinen Vorsprung gegenüber dem Jahresanfang von 32 auf 45 Prozentpunkte ausbauen - ein Trend, der in allen Regionen gleichermaßen stark ausgeprägt ist. Das Votum der Manager für den CDU-Mann geht einher mit dem Wunsch, eine schwarz-gelbe Koalition solle nach 39 Jahren SPD-Herrschaft in NRW die rot-grüne Landesregierung ablösen. 52 % der Führungskräfte wünschen sich einen Regierungswechsel. 18 % könnten sich sogar eine absolute CDU-Mehrheit vorstellen.

Jeder sechste Manager schlägt zur Lösung der wirtschaftlichen Probleme eine große Koalition zwischen SPD und CDU vor. Die seit zehn Jahren regierende rot-grüne Landesregierung scheint für die Manager jedenfalls abgehakt zu sein. Eine solche Konstellation können sich nur noch sechs Prozent vorstellen.

Über die unmittelbaren politischen Folgen einer Wahlniederlage von Rot-Grün bei der Landtagswahl sind die Ansichten der Top-Manager allerdings geteilt: Knapp die Hälfte (46 %) meint, Bundeskanzler Gerhard Schröder (SPD) solle aus einem solchen Wahlresultat auf Landesebene keine Konsequenzen auf Bundesebene ziehen. Die andere Hälfte (zusammen 51 %) fordert in diesem Fall mehr oder minder drastische Veränderungen. Rund ein Drittel hielte im Fall einer Wahlniederlage in NRW einen Rücktritt Schröders sowie anschließende Neuwahlen für angemessen. Zwölf Prozent sähen dann den Zeitpunkt gekommen, eine große Koalition im Bund zu bilden. Lediglich vier Prozent würden personelle Umbesetzungen im rot-grünen Bundeskabinett für geboten halten.

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