Rezessionsfolgen
Schulden des Staates steigen rasant an

Die Haushalte der Bundesländer leiden heftig unter den Folgen der stärksten Rezession seit dem Zweiten Weltkrieg. Neuesten Zahlen zufolge stiegen die Schulden im ersten Halbjahr drastisch auf insgesamt 1 602 Mrd. Euro an.

HB WIESBADEN. Wie das Statistische Bundesamt am Montag in Wiesbaden nach vorläufigen Ergebnissen mitteilte, nahmen sie damit im Vergleich zur Jahresmitte 2008 um 7,2 Prozent oder 107,5 Mrd. Euro zu. Gegenüber dem Jahresende 2008 betrug der Anstieg 5,7 Prozent. Die Angaben beziehen sich auf die Kernhaushalte des Bundes und der Länder einschließlich ihrer jeweiligen Extrahaushalte sowie auf die Kernhaushalte der Gemeinden und Gemeindeverbände.

Beim Bund wurde laut Bundesamt der größte Anstieg der Kreditmarktschulden registriert. Sie erhöhten sich gegenüber Ende 2008 um 7,5 Prozent (plus 71,7 Mrd. Euro) auf 1 028,5 Mrd. Euro. Hierin sind auch die Schulden der zur Bewältigung der Finanzmarktkrise neu gegründeten Sondervermögen Finanzmarktstabilisierungsfonds (44,7 Mrd. Euro) sowie Investitions- und Tilgungsfonds (1,2 Mrd. Euro) enthalten.

Die Länder waren zur Jahresmitte 2009 mit 498,6 Mrd. Euro am Kreditmarkt verschuldet, dies waren 3,5 Prozent (plus 16,9 Mrd. Euro) mehr als Ende 2008. Rückläufig war dagegen die Verschuldung der Gemeinden mit 74,8 Mrd. Euro (minus 2,1 Prozent beziehungsweise minus 1,6 Mrd. Euro). Die Schulden der kommunalen Zweckverbände sind dabei nicht enthalten.

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