Rheinland-Pfalz
Beck würde auch mit der Linken regieren

Der rheinland-pfälzische Ministerpräsident Kurt Beck (SPD) schließt ein Bündnis mit der Linkspartei für die Zeit nach der Landtagswahl 2011 nicht mehr aus. Auch zur Regelung einer Nachfolge für den geschassten ZDF-Chefredakteur Nikolaus Brender äußerte sich Beck.
  • 0

HB MAINZ. "Ich werde überhaupt nichts ausschließen", sagte Beck am Dienstagabend in Mainz. Bei der Frage nach der Zusammenarbeit von SPD und Linken handele es sich um eine überholte Diskussion.

"Dass ich mit denen nicht allzu viel am Hut habe, ist bekannt", sagte Beck. Aufgabe der SPD sei es, dass die Arbeitnehmer ihr vertrauten. Bei der Landtagswahl Anfang 2011 habe die rheinland-pfälzische SPD gute Chancen. Vor der Auseinandersetzung mit der designierten CDU-Spitzenkandidatin Julia Klöckner hat Beck nach eigenen Worten keine Angst.

"Sie ist eine Kandidatin wie jede andere auch", sagte der Ministerpräsident. "Frau Klöckner muss sich mehr auf die Landespolitik vorbereiten als ich." Die SPD werde mit der CDU-Bundestagsabgeordneten im Wahlkampf fair umgehen, sie aber inhaltlich fordern. So werde sich Klöckner äußern müssen, wie sie etwa zur Gebührenfreiheit des Studiums an den rheinland-pfälzischen Hochschulen stehe: "Das Spiel "Die Schöne und das Biest' wird auch nicht dauernd gehen."

Beck erwartet Einigung auf neuen ZDF-Chefredakteur

Beck geht außerdem davon aus, dass sich der ZDF-Verwaltungsrat am Donnerstag auf einen neuen Chefredakteur einigen wird. "Ich kann mir nicht vorstellen, dass noch einmal ein Exempel der Macht statuiert wird", führte er weiter aus. Er selbst wollte sich zu einem möglichen Nachfolger für den scheidenden ZDF-Chefredakteur Nikolaus Brender nicht äußern.

"Es ist am Intendanten, einen Vorschlag zu machen", sagte der SPD-Politiker. Er wolle daher nicht über mögliche Kandidaten reden. Als aussichtsreichster Bewerber für die Brender-Nachfolge gilt derzeit der Leiter des ZDF-Hauptstadtstudios, Peter Frey.

Der Verwaltungsrat hatte am 27. November den Vorschlag von ZDF-Intendant Markus Schächter abgelehnt, den Vertrag Brenders um weitere fünf Jahre zu verlängern. Sein Vertrag läuft im März 2010 aus. Brender scheiterte am Widerstand der Unionsvertreter im Gremium, die vom hessischen Ministerpräsidenten Roland Koch angeführt wurden.

Kommentare zu " Rheinland-Pfalz: Beck würde auch mit der Linken regieren"

Alle Kommentare

Dieser Beitrag kann nicht mehr kommentiert werden. Sie können wochentags von 8 bis 18 Uhr kommentieren, wenn Sie angemeldeter Handelsblatt-Online-Leser sind. Die Inhalte sind bis zu sieben Tage nach Erscheinen kommentierbar.

Serviceangebote
Zur Startseite
-0%1%2%3%4%5%6%7%8%9%10%11%12%13%14%15%16%17%18%19%20%21%22%23%24%25%26%27%28%29%30%31%32%33%34%35%36%37%38%39%40%41%42%43%44%45%46%47%48%49%50%51%52%53%54%55%56%57%58%59%60%61%62%63%64%65%66%67%68%69%70%71%72%73%74%75%76%77%78%79%80%81%82%83%84%85%86%87%88%89%90%91%92%93%94%95%96%97%98%99%100%