Rheinland-Pfalz
Staatsanwaltschaft ermittelt gegen 20 Bürgermeister

In Rheinland-Pfalz droht ein Skandal: Die Staatsanwaltschaft Koblenz ermittelt gegen rund 20 Bürgermeister in dem Land wegen des Verdachts der Vorteilsannahme im Amt.

HB KOBLENZ. Eine mittlerweile insolvente Windkraftfirma aus Koblenz soll den Gemeinden im nördlichen Rheinland-Pfalz Geld gespendet haben, damit sie der Errichtung von Windparks zustimmen. Die Zahlungen seien bei Ermittlungen wegen Verdachts der Insolvenzverschleppung gegen die Windkraftfirma aufgefallen.

Es seien 14 Ermittlungsverfahren gegen rund 20 Bürgermeister von Gemeinden und Verbandsgemeinden anhängig, sagte der Sprecher. Die Beschuldigten kämen unter anderem aus den Kreisen Cochem-Zell und Daun, aber auch aus anderen Bundesländern.

Bei den Spenden der Windkraftfirma sei es im Wesentlichen um Beträge in Höhe von einigen hundert Euro aber auch darüber gegangen. Ob an den Vorwürfen etwas dran sei, müsse in den laufenden Ermittlungsverfahren geklärt werden.

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