Riesen-Gewinnabgabe
AKW: Kauder will bei Laufzeitverlängerung kassieren

Die Unions-Bundestagsfraktion will im Falle der Laufzeitverlängerung von Atomkraftwerken (AKW) zweistellige Milliardengewinne von den Stromkonzernen abschöpfen.
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BERLIN. Auf diese Weise sollten etwa 40 bis 50 Milliarden Euro in einen Fonds zum Ausbau erneuerbarer Energien und für anderes eingezahlt werden, forderte Fraktionschef Volker Kauder am Sonntag im ARD-„Bericht aus Berlin“. Vor dem Ausstieg aus dem rot-grünen Atomausstieg will der CDU- Politiker klären, ab wann erneuerbare Energien wie Wind- und Sonnenkraft 80 bis 90 Prozent der gesamten Stromproduktion erzeugen können. Bis dahin würden weiterhin Atommeiler und Kohlekraftwerke benötigt.

Kauder sprach sich dabei zugleich für eine generelle Laufzeitverlängerung der Atommeiler aus. Er widersprach damit indirekt der FDP, die auch eine frühere Stilllegung einzelner Anlagen ins Spiel gebracht hat. Zur politischen Durchsetzung dieses Programms gegen den angekündigten Protesten der Anti-Atom-Bewegung sagte Kauder: „Wenn man etwas Richtiges tut und davon überzeugt ist, dass es notwendig ist, dann darf man sich auch nicht durch Androhungen des Drucks von der Straße davon abbringen lassen. Wir brauchen eine sichere Energie.“

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