"Risiken noch nicht abzuschätzen"
Krankenkassen lassen Beitragssenkungen im Unklaren

Für die Krankenkassen-Verbände ist nach eigener Darstellung derzeit noch nicht abzusehen, ob die Beitragssätze durch die geplante Gesundheitsreform gesenkt werden können.

HB/dpa Köln/BONN. Der AOK-Bundesverband teilte am Freitag auf Anfrage in Bonn mit: „Es ist jetzt noch nicht klar, ob in 2004 die Entlastungen wirklich groß genug für Beitragssenkungen sind.“ Die AOK werde aber jeden „echten finanziellen Spielraum“ für Senkungen nutzen, sagte Sprecher Udo Barske. Die Deutsche Angestellten-Krankenkasse (DAK) ließ den Umfang der Entlastung ebenfalls offen.

Der Verband der Angestellten-Krankenkassen erklärte, über niedrigere Beiträge könne nur jede einzelne Kasse entscheiden, wenn „durch die Reform wirklich Geld geflossen ist“. In den vorliegenden Eckpunkten gebe es „noch Finanzrisiken, die jetzt noch nicht abzuschätzen sind“, so Sprecherin Michaela Gottfried. Wenn es den Kassen jedoch möglich sei, Beiträge zu senken, würden sie das auch tun.

Aus Sicht des Bundesverbands der Innungskrankenkassen sind Überlegungen zu Beitragssenkungen „Glaskugelleserei“. „Was momentan an Einsparungen zu Rede steht, reicht wahrscheinlich gerade, um Rückstellungen zu bilden und Defizite abzubauen“, sagte Sprecher Joachim Odenbach.

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