Riskante Deutschland-Hilfe: Mali-Einsatz schürt Terror-Angst

Riskante Deutschland-Hilfe
Mali-Einsatz schürt Terror-Angst

Paris wappnet sich für mögliche Terror-Anschläge infolge des Militäreinsatzes in Mali. Auch Frankreichs Verbündete könnten ins Visier von Islamisten geraten. Betroffen wäre aus Expertensicht auch Deutschland.
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BerlinDie französische Militärintervention in Mali birgt Risiken, die bis nach Europa reichen könnten. Darauf deuten Äußerungen von Frankreichs Innenminister Manuel Valls hin. Er schätzt die Terrorgefahr für sein Land als „sehr ernst und andauernd“ ein. „Höchste Wachsamkeit“ sei geboten, um Attentate „auf unserem Boden“ zu verhindern, sagte der Minister am Dienstag den Sendern RMC und BFMTV mit Blick auf den Militäreinsatz in Mali. Die Geheimdienste im In- und Ausland seien besonders wachsam, fügte er hinzu. Nach der Heraufstufung des Terrorplans Vigipirate auf „verstärktes Rot“ seien allein in der Region Paris 700 Militärkräfte im Einsatz.

Vor der Gefahr, die Valls beschreibt, sind auch die französischen Verbündeten nicht gefeit. Zu dieser Einschätzung kommt der Vorsitzende der Deutschen Polizeigewerkschaft, Rainer Wendt. Er begrüßte zwar das Angebot der Bundesregierung, Frankreich im Mali-Konflikt logistische Hilfe anzubieten. Zugleich warnte Wendt aber vor den Folgen eines solchen Freundschaftsdienstes für die innere Sicherheit in Deutschland. „Selbstverständlich ist es möglich, dass fanatische Islamisten nach dem perfiden Motto „der Freund unseres Feindes ist unser Feind“ auch Deutschland ins Visier nehmen, um Anschläge durchzuführen“, sagte Wendt Handelsblatt Online. Die deutsch-französische Freundschaft sei aber die „engste Schicksalsgemeinschaft“ auf dem europäischen Kontinent. Deshalb mache Bundesaußenminister Guido Westerwelle (FDP) „alles richtig, wenn er diese enge Verbindung demonstrativ hervorhebt und die deutsche Solidarität betont“.

Aktuelle Informationen darüber, dass sich die Anschlagsgefahr bereits erhöht habe, gebe es jedoch nicht, sagte Wendt weiter. Deshalb sei es richtig, dass die Sicherheitsbehörden „jetzt nicht gleich Alarmstimmung verbreiten, sondern professionell gelassen und gleichzeitig wachsam sind“. Deutschland sei seit langer Zeit im Fadenkreuz religiöser Extremisten, fügte der Polizeigewerkschafter hinzu. Darauf hätten Politik und Polizei schon reagiert und beispielsweise mit der Einrichtung des Gemeinsamen Terrorabwehrzentrum GTAZ und der gezielten Beobachtung und Erforschung der islamistischen Szene in Deutschland gute Voraussetzungen dafür geschaffen, dass die Terrorabwehr auch künftig gut funktioniere.

Wendt lobte in diesem Zusammenhang Bundesinnenminister Hans-Peter Friedrich (CDU), der mit seinen Reformvorschlägen für den Verfassungsschutz die „richtigen Weichen“ gestellt habe. Die Zentralstellenfunktion des Bundesamtes werde verbessert, gegenseitige Informationspflichten eingeführt und insgesamt die Schlagkraft erhöht. „Deutschland ist bedroht, aber auch gut aufgestellt, es gibt keinen Anlass zur Panik“, sagte Wendt.

Die frühere Kolonialmacht Frankreich hatte am vergangenen Freitag auf Wunsch der malischen Regierung in den Kampf zwischen den Streitkräften und den islamistischen Aufständischen eingegriffen. Die Rebellen haben bereits den Norden des Landes unter Kontrolle und rücken nun auf die Hauptstadt Bamako vor. Die USA erwägen, Frankreich logistisch zu unterstützen. Auch die Bundesregierung in Berlin prüft medizinische oder logistische Hilfe. Im ZDF schloss Westerwelle eine Entsendung von Kampftruppen aber erneut aus.

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Bundeswehrverband warnt vor Überforderung der Truppe

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  • Kann mir mal irgendeiner verraten, was an meinem Beitrag UNSACHLICH war??? Es ging um bekannte Fakten!
    Für mich sieht's eher so aus, als hätte ich mal wieder die "Political Correctness" verfehlt!
    Und andere auch, denn diese Löschorgie hier ist mal wieder bezeichnend! Ich frage mich, warum hier ein Forum existiert, wenn offene, ehrliche Meinungsäußerung, ich zitiere: "Was wir gut finden, sind Kommentatoren. Gerne solche, die auf den Punkt kommen - von uns aus kurz und schmerzhaft.", letztlich nicht gefragt ist!
    Ehe ich weichgespült und "politisch korrekt" schreibe, schreibe ich lieber gar nichts, denn meine Zeit kann ich produktiver verbringen als mit orwellschem Neusprech!

    MfG
    Ein ziemlich saurer Sparsamer

  • Beitrag von der Redaktion gelöscht. Bitte achten Sie auf unsere Netiquette: „Kommentare sind keine Werbeflächen“ http://www.handelsblatt.com/netiquette

  • Der Lügner sind sie, wenn sie behaupten, die Wehrmacht wäre der Roten Armee zuvorgekommen.

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