Rockermilieu
BKA-Chef warnt vor anbiedernden Hells Angels

Mit aller Macht versucht der Rockerclub „Hells Angels“, in die Mitte der Gesellschaft vorzustoßen - so sieht es zumindest Jörg Ziercke, Präsident des BKA. Anbiederung sei ein beliebtes Mittel - und Gewalt.
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MünchenDer Präsident des Bundeskriminalamts (BKA), Jörg Ziercke, warnt vor Bemühungen von Rockergruppen, in der legalen Wirtschaft Fuß zu fassen. Zum Geschäftsgebaren gehöre dabei auch „die Anwendung von Gewalt“, sagte Ziercke dem Nachrichtenmagazin „Focus“. Ziel sei ein „territorialer und finanzieller Machtzuwachs insbesondere gegenüber konkurrierenden Banden“.

Auch die intensiven internationalen Kontakte deutscher Clubs stufen die Sicherheitsbehörden als problematisch ein. „Grenzüberschreitende Vernetzungen krimineller Rockergruppierungen, insbesondere nach Ost- und Südosteuropa, nehmen zu“, sagte Ziercke. Mitglieder von Rockergruppen bewegten sich in Strukturen, denen ein hohes Potenzial Organisierter Kriminalität zuzurechnen sei.

Unterdessen hat ein hochrangiger Rocker Vorwürfe zurückgewiesen, wonach die „Hells Angels“ auch ein Sammelbecken für Rechtsradikale seien. In den Reihen der Hells Angels finden sich nach Worten des Hannoveraner Rockerchefs Frank Hanebuth keine Rechtsradikalen. „Wenn wir das Gefühl haben, dass jemand ein Nazi sein könnte, schicken wir ihm eine fingierte Einladung“, sagte Hanebuth der „Bild am Sonntag“. „Wenn er hin will, passt er nicht zu uns.“

Bei den Hells Angels in Hannover lebten acht Nationen friedlich miteinander, betonte er. „Wir haben zum Beispiel auch einen israelischen und einen palästinensischen Bruder.“ Waffenhandel sei verboten; jemand, von dem bekannt sei, dass er mit Drogen handele, „hat keine Chance, bei uns Mitglied zu werden“.

Bei einem großangelegten Polizeieinsatz gegen die Hells Angels im Norden vor rund zehn Tagen war auch Hanebuths Anwesen gestürmt und durchsucht worden. „Sie hätten einfach klingeln können. Ich hätte sie selbstverständlich reingelassen“, sagte der Rockerchef.

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  • stimme ich voll zu

  • die bekannten südländischen krimminellen Großfamilien in Berlin und Bremen dürfen und können ungehindert weitermachen. Armes Deutschland. Hat der Deutsche Staat schon kapituliert, die Justz und Polizei wohl schon.

  • oha, frau burger macht werbung für ihre propaganda schmuddelseite?
    es gibt KEINE, wie von frau karin burger behaupteten verbindungen, zwischen tierschutz und rockerbanden. von ihr aufgeführte "beweise" sind von ihr geschrieben und ausgedacht, um der tierschutz szene zuschaden.
    jeder, der frau burger nicht paßt, wird automatisch in die rechte und/oder rockerszene gerückt.
    ihre berichte sind schlecht bzw überhaupt nicht rechachiert und besitzen keiner nachvollziehbaren grundlage.
    kurz gesagt...lug und trug, um an ihre heiß begehrten "lesegelder" zukommen.

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