Rösler-Debatte: FDP-Spitzenpolitiker suchen die Entscheidung

Rösler-Debatte
FDP-Spitzenpolitiker suchen die Entscheidung

Der Jahresauftakt für die FDP ist gründlich misslungen. Kurz vor ihrem Dreikönigstreffen geht die Debatte über Parteichef Rösler munter weiter. Führende Liberale wollen das nicht länger hinnehmen und fordern Klarheit.
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BerlinMiese Umfragen, dramatischer Mitgliederschwund, Lästereien über den Chef: Die FDP zerfleischt sich kurz vor ihrem wichtigen Dreikönigstreffen an diesem Sonntag in Stuttgart wieder einmal selbst. Die Führungskrise könnte bald eskalieren. Darauf deuten Äußerungen einiger Spitzenliberaler hin, die auf eine Entscheidung zur politischen Zukunft dringen.

Hessens FDP-Landeschef Jörg-Uwe Hahn will die Debatte über Bundesparteichef Philipp Rösler noch in diesem Monat beenden. „Ich erwarte jetzt von jedem in der Partei 100 Prozent Konzentration auf die Wahl in Niedersachsen“, sagte Hahn Handelsblatt Online. „Dazu gehört, entschlossen nach vorn zu schauen und auf die Erfolge der FDP in der Bundesregierung und in Niedersachsen hinzuweisen.“

Vom Dreikönigstreffen werde ein „Signal der Geschlossenheit“ ausgehen, zeigte sich Hahn überzeugt. „Bis Ende Januar werden wir dann unumkehrbare Klarheit über die Frage des Spitzenkandidaten schaffen“, fügte der hessische Vizeministerpräsident und Mitglied des FDP-Bundespräsidiums hinzu. „Ich rege dazu eine Sondersitzung des Bundesvorstandes und Präsidiums Ende Januar an.“

FDP-Präsidiumsmitglied Hermann Otto Solms will den im Mai anstehenden Parteitag der Liberalen vorziehen, um über Rösler zu entscheiden: „Die FDP sollte so bald wie möglich nach der Landtagswahl in Niedersachsen ihren Parteitag vorziehen und eine abschließende Entscheidung treffen“, sagte Solms dem Handelsblatt vom Freitag. Die FDP dürfe keine Zeit mehr mit schädlichen Personaldebatten vertun, sagte Solms.

Zwei Wochen vor der Niedersachsenwahl geht der Vizepräsident des Bundestags auch inhaltlich auf Distanz zu Rösler. „Es muss eine Frau oder ein Mann an der Spitze stehen, die oder der unsere liberalen Werte glaubhaft vermitteln und dann auch umsetzen kann“, sagt Solms. Ohne den Namen von Fraktionschef Rainer Brüderle zu nennen, sagte Solms: „Die Basis weiß sehr genau, wer die besten Chancen in einem Wahlkampf hat." Zuletzt hatte sich in einer Umfrage die Mehrheit der FDP-Wähler für Brüderle als Parteichef ausgesprochen.

Kommentare zu " Rösler-Debatte: FDP-Spitzenpolitiker suchen die Entscheidung"

Alle Kommentare
  • Was nützt ein Papier, wenn man sich nicht daran hält?
    Warum ist die FDP für den Bruch des Maastrich Vertrags.
    Warum beugt und bricht man das GG?
    Alle Parteien sind besser als FDPCDUSPDCSUSEWGRÜN.

  • @ FDP-Wähler

    Ich geben Ihnen insofern Recht: Wir leiden an einer zunehmenden verblödeten Nomenklatura.

    Zu dieser verblödeten Nomenklatura gehört auch die FDP !
    Die Alternativen als "Dummheit" abzutun, spricht für
    - Arroganz,
    - Ignoranz,
    - Passivität
    und , letztendlich, Resignation ! Als FDP-Wähler würde ich Ihnen die Freien Wähler empfehlen !
    Nehmen sie sich die Zeit, und schauen sie sich diese Partei an ! Ich würde diese schon aus einer reinen Überlegung wählen :

    NEUE BESEN FEGEN BESSER ! Und blöder, dilettantischer, unerfahrener, als die FDP, sind nicht mal die "Jungen " Piraten !

  • Warum hat Mutti das Ende geregelt? Entweder weil sie großkoalitionäre Vorstellungen hat oder schwarz-grüne.
    In ihren Augen ist die FDP überflüssig.
    Seehofer scheint sich Sorgen zu machen. Er sieht die Dinge möglicherweise etwas anders als die Kanzlerin kann aber auch nichts machen.

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